Anzeige
HomeNachrichten aus JapanInternational bekannte, japanische Designerin Hanae Mori verstorben

Internationale Erfolge als Designerin

International bekannte, japanische Designerin Hanae Mori verstorben

Sie brachte japanische Muster in die Welt und bereitete den internationalen Weg für viele Modedesigner Japans vor. Nun ist die Designerin Hanae Mori im Alter von 96 Jahren verstorben.

Anzeige

Als erste Japanerin wurde sie in Frankreich in die Gesellschaft für Haute Couture aufgenommen und kleidete Prominente wie Adelige ein.

Internationale Erfolge

1965 konnte sie als erste Designerin aus Japan in New York unter dem Motto „East meets West“ ausstellen, 1977 kam ihre Haute Couture Kollektion nach Frankreich. Der interkulturelle Austausch war ihr wichtig und sie spürte schon früh in ihrer Karriere, dass das Ausland etwas für sie bereithielt.

LESEN SIE AUCH:  Japanisches Designerstudio macht aus alten Kimono moderne Alltagskleidung

Die Designerin wollte japanische Mode in die Welt bringen, aber auch beeinflussen, wie sich die Frauen in ihrem Heimatland kleideten.

Anzeige

1926 wurde sie in Mukaichi in der Präfektur Shimane als Tochter eines Arztes geboren. Ihre Familie fiel in der Stadt auf, weil sie sich als Einzige westlich kleideten. So setzte sie sich schon früh mit dem Thema auseinander, was Kleidung mit einem selbst macht und wie man damit auf sein Umfeld wirkt.

Berufstätige Ehefrau

Im besetzten Japan las sie amerikanische Literatur und beobachtete den Kleidungsstil der alliierten Ehefrauen.

Nach ihrem Studienabschluss der japanischen Literatur heiratete sie Kenzo Mori, dessen Vater Textilfabrikant war. Nach kurzer Zeit des Hausfrauendaseins setzte sie sich bei ihrem Mann dafür ein, arbeiten zu dürfen.

Sie besuchte eine Designschule in Tokio und eröffnete anschließend eine kleine Schneiderei mit zwei Assistentinnen. 1955 wurden Geschäftsleute auf ihre Kreationen aufmerksam und sie wurde von einem Regisseur angeworben, Kostüme für Filme zu entwerfen.

Dies tat sie für die nächsten fünf Jahre und wirkte damit in hunderten von Filmproduktionen mit. Doch mittlerweile Mutter geworden, dachte sie ans Aufhören. Ein Treffen mit der französischen Designerin Coco Chanel entfachte ihre Leidenschaft für Mode jedoch erneut und sie entschloss sich, international tätig zu werden.

Japanische Motive und Drucke

Der Schmetterling wurde zum Symbol ihrer Marke und fand sich auf vielen ihrer luftigen Tuniken, während sich japanische Muster auf Kleidern wiederfanden.

Kimonostoffe und Seide waren ihre Markenzeichen, die sie zu modernen Modellen verarbeitete. Ihre Werke wurden inner- und außerhalb Japans gern getragen, weil ihre eigene Note darin steckte, die sie so einzigartig machte.

Sie designte insgesamt drei Uniformen für die japanische Fluggesellschaft, für Bankangestellte und zwei olympische Sportteams.

Japanische Fluggesellschaft, Design von Mori
In den 70ern gab es einen Aufschrei, als Moris Design der Uniformen Miniröcke enthielt. Bild: Japan Airlines

1988 bekam sie die Ehrenmedaille von Japans Regierung verliehen und 1996 bekam sie den japanischen Kulturorden.

Designs für Filme, die Fluggesellschaft und Olympia

1990 wurde die Designerin in der Vogue mit den Worten zitiert: „Das gesamte japanische Konzept der Schönheit beruht auf dem raffinierten Verstecken oder Verbergen von Dingen.“ Und begründet damit auch ihre eigene konservative Art, die sie nie zu viel Haut an ihren Modellen zeigen ließ.

2004 schloss sie ihr Atelier in Paris und ging in den Ruhestand, während die Geschäfte in Tokio weiterliefen. Ihr bekanntes Parfum ist immer noch erhältlich. Sowohl ihre beiden Söhne, als auch zwei ihrer Enkelinnen sind ihr in die Modeindustrie gefolgt.

Anzeige
Anzeige