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Politisch motivierter Besuch

IOC-Präsident besucht trotz Protesten Hiroshima

IOC-Präsident Thomas Bach wird am Freitag Hiroshima besuchen, trotz wachsender Proteste gegen einen politisch motivieren Besuch der Stadt.

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Bach, der sich bereits in Tokyo aufhält, wird den Peace Memorial Park besuchen, der den Opfern des US-Atombombenangriffs von 1945 gewidmet ist, und dort Blumen am Kenotaph niederlegen. Seine Reise fällt mit dem Starttag des olympischen Waffenstillstands zusammen.

IOC-Präsident soll eine starke Botschaft für Frieden in der Welt senden

Zudem ist auch ein Besuch des  Hiroshima Peace Memorial Museum geplant, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Ursprünglich sollte der IOC-Präsident im Mai an einem Fackellauf in Hiroshima teilnehmen, doch dieser wurde aufgrund des Wiederauftretens von Coronavirus-Infektionen in Japan abgesagt.

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Seiko Hashimoto, die Präsidentin des Organisationskomitees der Spiele, wird Bach bei seinem Besuch in Hiroshima begleiten.

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Der Gouverneur von Hiroshima sagte in einer Erklärung: „Ich möchte, dass Bach eine starke Botschaft für die Verwirklichung einer friedlichen Welt ohne Atomwaffen sendet.“

Bereits im Vorfeld Proteste gegen den Besuch

Eine Bürgergruppe reichte am Montag eine Beschwerde bei der Verwaltung der Präfektur Hiroshima ein, um den Besuch des IOC-Präsidenten abzusagen. Sie argumentierte, die Reise sei politisch motiviert, nutze die Stadt aus, um für den Weltfrieden zu werben, und entehre damit die Überlebenden der Bombardierung.

Die Gruppe äußerte auch Bedenken darüber, dass Bach von Tokyo nach Hiroshima reist, während die Hauptstadt aufgrund einer Häufung von Infektionen unter einem neuen Ausnahmezustand steht.

Eine Online-Petition, die letzte Woche von einer anderen Bürgergruppe gestartet wurde und die Absage von Bachs Besuch in Hiroshima forderte, hatte bis Dienstagabend über 30.000 Unterschriften erhalten.

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