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HomeNachrichten aus JapanJahresrückblick 2016 - Anime, Manga, JMusic und Games

Jahresrückblick 2016 – Anime, Manga, JMusic und Games

Was war 2016 in der Anime-, Manga-, JMusic- und Games-Szene los? Was hat uns bewegt, worüber wurde geredet? Unser Jahresrückblick lässt das Jahr noch einmal Revue passieren.

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Viel ist passiert im Jahr 2016, das über Anime- oder Game-Bestseller hinausgeht und worüber nicht nur innerhalb der Szene geredet wurde. Wir haben für euch einen zusammenfassenden, chronologischen Rückblick auf die größten Highlights, Top-Themen, Diskurse, Abschiede und Flops erstellt.

Twitter-Shitstorm zum Japantag: Cosplayer kontern von ihrer schönsten Seite

Der Japantag in Düsseldorf zieht jährlich viele Begeisterte der Anime-, Manga und Japanszene an. Dieses Jahr am 21. Mai war der Ansturm jedoch kaum zu bewältigen. Massen drängten sich in die öffentlichen Verkehrsmittel. Von den einzelnen Veranstaltungen bekam man wenig mit. Und wo man hinsah Cosplayer, so weit das Auge reichte.

Frustrierte Anwesende verliehen ihrem Ärger auf Twitter Ausdruck und etablierten dabei einen beleidigenden Hashtag, mit dem sie die Schuld bei den Cosplayern suchten. Die Community reagierte darauf empört. Der Hashtag entwickelte sich für kurze Zeit zu einer Trending Topic. Gegenbewegungen antworteten schließlich unter Verwendung der Hashtags #MangaimHerzen und #MangaBeauties mit schönen Cosplay-Bildern darauf. Wir sagen: Vorwärts, #Japanisierung!

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Publikumsliebling: Crash ’n‘ Burn gewinnt Max-und-Moritz-Preis

© 2014 Mikiko Ponczeck, Tokyopop GmbH

Am 27. Mai gab es für die deutschen Manga-Zeichner und deren Fans einen Grund zum Feiern: Beim 17. Internationalen Comic-Salon Erlangen gewann Mikiko Ponczecks Manga Crash ’n‘ Burn den Max-und-Moritz-Preis in der Kategorie Publikumspreis. Damit ist der Boys-Love-Manga der zweite original deutsche Manga nach Daniela Winklers Grablicht, der die Auszeichnung erhält.

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Der Gewinner des Publikumspreises wird im Comic-Salon-Forum durch Online-Abstimmung der Leser bestimmt. In drei Runden schlagen die User vor, nominieren und stimmen schlussendlich über den Sieger ab. Der Max-und-Moritz-Preis ist die wichtigste Auszeichnung für grafische Literatur und Comic-Kunst im deutschsprachigen Raum. Crash ’n‘ Burn reiht sich damit in die Siegerliste nach japanischen Kollegen wie Billy Bat und Barfuß durch Hiroshima ein.

Schönster und nervigster Hype zugleich: Pokémon Go

Das Franchise Pokémon feierte 2016 20-jähriges Jubiläum. Die riesige Marketingkampagne unter dem Slogan „Train on.“ startete bereits zu Jahresbeginn mit einem aufwendig produzierten Spot, der beim Super Bowl ausgestrahlt wurde.

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Am 13. Juli fiel der Startschuss in Deutschland für die Augmented-Reality-App Pokémon Go. Laut Statista sollen 7,7 Mio. Personen in Deutschland das Spiel heruntergeladen haben. Was die tägliche Nutzungsdauer angeht, überholte die App sogar Facebook, Twitter und Snapchat.

Pokémon Go Logo / © The Pokémon Company

Zwei Monate lang bescherrte Pokémon Go uns einen erinnerungswürdigen Sommer. User saßen gemeinsam zwischen Poké-Stops im Park oder liefen Kilometer weit, um Pokémon zu fangen und Eier auszubrüten. Unternehmen nutzten den Trend und sprangen mit spontanen Marketingmaßnahmen auf (z. B. Die Limo).

Doch die App polarisierte auch stark, und zwar nicht nur wegen diverser anfänglicher Bugs, sondern aufgrund fehlender Datensicherheit, unerlaubtem Betreten von Privatgrundstücken, Gefahren im öffentlichen Verkehr, Missbrauch für Verbrechen und pietätlosen Pokémon-Jagden an Gedenkstätten.

Wie auch immer man zu dem Phänomen Pokémon Go stehen mag: Die App gehört zu den meistdiskutierten Themen 2016 nach den US-Wahlen und der Fußball-EM. Und #pokemongo zu den Top-5-Hashtags der deutschen Twitter-User, so Horizont.net. Nach zwei Monaten war der große Sturm zwar vorbei, doch Nintendo zieht bereits mit den Videospielen Pokémon Sonne und Mond erfolgreich nach.

Whitewashing-Kritik: Scarlet Johansson in Ghost in the Shell

Bereits die Oscars 2016 standen unter dem Hashtag #OscarsSoWhite in der Kritik, da die Academy wieder bevorzugt weiße Personen nominierte. Bei der amerikanischen Realverfilmung des Sci-Fi-Klassikers Ghost in the Shell kam erneut die Debatte um das Whitewashing in Hollywood auf, also die Besetzung von weißen Darstellern auf ursprünglich nicht-weiße Rollen. Als im April das erste Bild von Schauspielerin Scarlet Johansson (The Avengers, Match Point) in der Rolle der Motoko Kusanagi veröffentlicht wurde, gab es Kritik von vielen Seiten – nicht nur aus der Japanszene.

Ghost in the Shell
© Paramount Pictures

Regisseur Rupert Sanders (Snow White and the Huntsman) versicherte daraufhin in einem Interview mit dem Magazin Empire, dass die Fans keine schlechte Hollywood-Version erwarten werde („this isn’t the shit Hollywood version“). Ob die Darstellerin Major Kusanagi gerecht wird, sehen wir im März 2016. Genug Erfahrung mit Action-Filmen hat sie zumindest.

Ähnlich ging es auch bei der Hollywood-Verfilmung von Death Note zu. Hier störte man sich im Juni daran, dass der beliebte blasse Polizei-Ermittler L von dem schwarzen Schauspieler Keith Stanfield verkörpert werden soll. Dennoch sprachen sich auch einige Fans positiv aus. Nach diversen Verfilmungen bringt der junge Schauspieler ja vielleicht auch etwas frischen Wind in das Franchise …

Viral-Hit des Jahres: Pikotaros PPAP

Was PSY 2012 war, ist Pikotaro 2016. Sein Viral-Hit Pen-Pineapple-Apple-Pen (PPAP) ist das neue Gangnam Style und zählt aktuell über 0,1 Milliarde Views auf dem offiziellen YouTube-Kanal. Das Video des japanischen Comedian Daimaou Kosaka wurde am 25. August veröffentlicht. Etliche Parodien folgten.

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Inzwischen hat der Kanal schon drei weitere Songs im Repertoire. Am 7. Dezember ist Pikotaros erstes Album PPAP mit 20 Songs erschienen. Einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde sahnte der 45-Sekünder auch ab als kürzester Song, der es in die US-Charts geschafft hat. Wer dem schrägen Vogel auf Twitter folgen möchte, ist hier richtig.

Ein neuer Musikclip schlägt übrigens zum Jahresende in Japan Wellen: Gen Hoshinos Video zum Song Koi wurde seit Veröffentlichung am 20. September schon 66 Millionen mal aufgerufen. Zuschauer vor dem Fernseher, Eiskunstläufer, die Tokyoter US-Botschaft und auch Hello Kitty tanzen den Koi Dance.

Überraschungs-Erfolg und Anime-Film des Jahres: Kimi no Na wa.

Auch dieses Jahr hatten die Japaner wieder Pech bei den Oscars. Studio Ghiblis Die Legende der Prinzessin Kaguya konnte nicht mehr als eine Nominierung einheimsen. Doch schon ein neuer vielversprechender Anwärter darf sich Chancen auf den Goldjungen ausmalen. Das Slice-of-Life-Drama Kimi no Na wa. (Your Name.) mauserte sich in den letzten Monaten zum Überraschungs-Erfolg für das Studio CoMix Wave Films.

Der Film von Makoto Shinkai (5 Centimeters per Second, The Garden of Words) feierte am 3. Juli in Los Angeles während der Anime Expo 2016 Premiere und startete am 26. August in den japanischen Kinos. Bis jetzt spielte Kimi no Na wa. bereits über 20 Milliarden Yen ein (über 160 Millionen Euro). Damit ließ er alle Ghibli-Filme außer Chihiros Reise ins Zauberland (30 Milliarden Yen) hinter sich und belegt derzeit Platz 4 der erfolgreichsten Filme in Japan. Etliche Nominierungen und Auszeichnungen (auch international) kann der Film bereits vorweisen. Eine Veröffentlichung ist für 92 Länder vorgesehen.

Die Geschichte handelt von den zwei Highschool-Schülern Mitsuha und Taki, die sich eines Tages im Körper des jeweils anderen wiederfinden. Der Körpertausch ist zeitlich begrenzt und die zwei beginnen, über schriftliche Nachrichten miteinander zu kommunizieren.

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Weiter geht es mit dem Rückblick auf Seite 2!

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