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Japan: Anstieg von Mobbing an Schulen im letzten Jahr

Eine Studie der Regierung hat über 224.000 Fälle von Mobbing an japanischen Schulen aus dem Schuljahr 2015/16 zum Vorschein gebracht.

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Das Bildungsministerium führt die jährliche Studie mithilfe von Erziehungsministerien im gesamten Land durch. Laut der neuesten Studie sind die Vorkommnisse, im Vergleich zur vorherigen Untersuchung, um über 36.000 Fälle gestiegen.

Mehr als 151.000 Fälle traten in japanischen Grundschulen auf. Das ist der höchste gemessene Wert seit der Einführung der Studie 1985. In der Mittelstufe traten im vergangenen Schuljahr 59.000 Fälle auf, in der Oberstufe kam es zu über 12.000 festgehaltenen Mobbing-Vorfällen. Die höchsten Werte wurden in den Schulen Kyotos festgestellt, während in Saga die statistisch gesehenen wenigsten Fälle registriert wurden.

Insgesamt 313 Fälle werden vom Ministerium als Mobbing mit ernsthaften Folgen betrachtet. Diese beinhalten 78 Angelegenheiten, die zu mentalen Störungen führten, 18 Vorkommnisse, in denen Schüler angegriffen oder verletzt wurden, sowie 24 Fälle, die in Suizid endeten.

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Endo Shinji, Gastprofessor an der Graduiertenfakultät der Universität Waseda, äußerte sich zu den Ergebnissen der Studie. Er hält Ausbilder und Lehrer dazu an, ihre Schüler genauer im Auge zu behalten. Auch scheinbar unauffällige Trivialitäten können oft gravierende Auswirkungen mit sich bringen. Nur so kann die Häufigkeit von Mobbing-Fällen erfolgreich bekämpft werden.

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