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Japan: Anwälte fordern Abschaffung der Todesstrafe

Die japanische Anwalt-Vereinigung hat sich das erste Mal formal für eine Politik gegen die Todesstrafe entschieden und fordert von der Regierung eine Abschaffung der Todesstrafe bis 2020. 2020 finden in Japan die Olympischen Spiele und eine internationale Konferenz über Strafrecht statt.

Am Freitag hat die japanische Anwalt-Vereinigung die Regierung aufgefordert eine lebenslange Haftstrafe einzuführen und damit die Todesstrafe zu ersetzen.

Japan besitzt eine der niedrigsten Mordraten der Welt, daher sieht die Vereinigung keine Notwendigkeit für die Todesstrafe. Zudem besteht das Risiko von Fehlurteilen. Es bestehen nicht ausreichend Beweise das die Strafe Verbrechen reduziert.

Laut Justizbeamten sitzen fast 130 Gefangene im japanischen Todestrakt. Verbrechen die zu dieser Strafe führen sind Mord, Brandstiftung oder Sabotage die zum Tod von oftmals mehreren Opfern führen, Terroranschläge und Putschversuche.

„Wir sollten der Tatsache ins Auge sehen, dass die Todesstrafe …. eine ernsthafte und schwierige Verletzung der Menschenrechte durch den Staat ist“, sagte die Vereinigung in einem Statement nach einer hitzigen Debatte und Einwänden von Gegnern auf einem Kongress in Fukui.

In dem Statement gingen sie auch auf die Möglichkeit von Fehlurteilen ein, die nicht wieder rückgängig gemacht werden konnten. „Einmal durchgeführt ist die Todesstrafe unumkehrbar und grundsätzlich verschieden von anderen Strafen.“

Seit den 1980er Jahren wurden vier Gefangene im Todestrakt während Neuverhandlungen für unschuldig befunden und freigelassen. Darunter befindet sich auch der ehemalige Profi-Boxer Iwao Hakamada. Er erlangte 2014 die Freilassung nachdem er fast 50 Jahre durch eine ungerechtfertigte Mordanklage im Todestrakt verbrachte.

Japan und die USA sind die einzigen G7-Mitglieder die weiterhin die Todesstrafe besitzen. 140 Nationen haben die Strafe abgeschafft.

Die Aussicht auf eine Änderung ist unklar, da die Mehrheit der Japaner noch immer die Todesstrafe unterstützt.

Einige Anwälte möchten die endgültige Strafe beibehalten, um mit ihr die Gefühle der Opfer anzusprechen. Bei dem Treffen am Freitag verteilte eine Gruppe von Anwälten Flugblätter und versuchten damit erfolglos die verbandsweite Politik zu überstimmen.

Die Mitgliedschaft in einer lokalen Anwalt-Vereinigung verpflichtend für mehr als 37.000 japanische Anwälte. Sie beinhaltet ein paar hundert andere Menschen, beispielsweise ausländische Rechtsanwälte.

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