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Japan arbeitet an neuem Führerscheinverfahren für Senioren

Einschränkungen für ältere Autofahrer geplant

Nach einer Reihe von tödlichen Unfällen mit älteren Autofahrern plant die japanische Regierung ein neues Führerscheinverfahren, das ältere Bürger auf die Nutzung von Autos mit Sicherheitsfunktionen wie automatischem Bremsen beschränkt.

Weiterhin will die Regierung den Vorschlag zu ihrer Wachstumsstrategie hinzufügen, welche das Kabinett später diesen Monat bewilligt. Dies gaben Quellen am Montag bekannt. Die Nationale Polizeibehörde, das Ministerium für Land und Verkehr und andere zuständige Ämter werden Gespräche abhalten, um die Einzelheiten des Vorschlags auszuarbeiten. Den wollen sie dann am Ende des Haushaltsjahres veröffentlichen.

Das neue Führerscheinverfahren richtet sich an Autofahrer im Alter von 75 Jahren und aufwärts. Diese müssen sich einem Wahrnehmungstest unterziehen, wenn sie ihren Führerschein verlängern. Parallel zu diesem Verfahren will die Regierung Möglichkeiten erörtern, wie man Fahrzeuge mit erweiterten Sicherheitsfunktionen attraktiv machen kann. Ebenfalls will sie Maßnahmen fördern, die Senioren ausreichenden Zugang zu Beförderungsmitteln ermöglichen sollen.

Anteil von Autounfällen mit Senioren nimmt zu

Laut der Nationalen Polizeibehörde gab es letztes Jahr 460 tödliche Verkehrsunfälle in Japan, die durch Autofahrer im Alter von 75 Jahren oder älter verursacht wurden. Der Anteil dieser Unfälle an der Gesamtzahl aller tödlichen Unfälle stieg von 8,7 Prozent im Jahr 2008 auf 14,8 Prozent im Jahr 2018.

Die Behörde beauftragte drei Expertenausschüsse damit, Maßnahmen zur Vorbeugung von Unfällen durch ältere Autofahrer zu untersuchen. Daraufhin veröffentlichte die Behörde im April einen Bericht. Darin sprach sie von der Notwendigkeit, einen Führerschein einzuführen, der Autofahrer auf bestimmte Typen von Fahrzeugen sowie bestimmte Fahrzeiten und Örtlichkeiten beschränkt.

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Im April starben eine 31-jährige Frau und ihre drei Jahre alte Tochter bei einem Auffahrunfall im Ikebukuro-Stadtteil von Tokyo. Sechs weitere Passanten wurden verletzt. Der Fahrer des Unfallwagens war der 88-jährige ehemalige Regierungsbeamte Kozo Iizuka.

Anfang Juni raste ein 81-jähriger Mann mit dem Auto über eine Kreuzung in der Stadt Fukuoka und stieß mit fünf anderen Fahrzeugen zusammen. Der Mann und seine Frau starben bei dem Unfall und neun weitere wurden verletzt.

In beiden Fällen nimmt man an, dass die Fahrer möglicherweise Bremse und Gaspedal verwechselt hatten.

Laut einer Umfrage der Regierung fährt einer von vier Menschen über 80 Jahren immer noch Auto.

Der Anteil von älteren Autofahrern war höher in den ländlichen Gegenden, wo öffentliche Verkehrsmittel fehlen. Das weist darauf hin, dass Autos zum Einkaufen oder für den Krankenhausbesuch für Senioren unverzichtbar sind.

Quelle: JT

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