• News
  • Podcast
Home News Japan arbeitet bei der Rückholung von Kriegstoten mit Pentagon zusammen
Anzeige

Japan arbeitet bei der Rückholung von Kriegstoten mit Pentagon zusammen

Während des Zweiten Weltkrieges starben in Japan ungefähr 130.000 Amerikaner. Obwohl der Krieg nun schon viele Jahre vorbei ist, sind einige der Verstorbenen immer noch nicht zu Hause. Japan unterschrieb deswegen am Donnerstag ein Memorandum mit dem Pentagon zur Rückholung von Kriegstoten.

Das japanische Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales einigte sich mit dem US-Verteidigungsministerium. Unter anderem wollen beide Länder im Rahmen der Initiative DNA-Analysetechnologien austauschen. Japan will dabei mit Hilfe der Pentagon Defense POW/MIA Accounting Agency (DPAA) seine Anzahl von Überresten japanischer Kriegstoten erhöhen. Gleichzeitig wollen sie so die Identifizierung deutlich verbessern.

Mehr zum Thema:  Überreste japanischer Soldaten auf Philippinen schwer identifizierbar

Japan gab in der Vergangenheit bereits mehrmals die Überreste von amerikanischen Soldaten aus Okinawa weiter. Aus dem Grund schlug die amerikanische Behörde vor, die bilaterale Zusammenarbeit zu verstärken. Im Rahmen des neuen Systems soll es ebenfalls einen besseren Informationsaustausch geben. Das Gesundheitsministerium und die Datenschutzbehörde wollen Informationen über Bestattungsstätten untereinander weitergeben.

Selbstverteidigungskräfte sollen helfen

Die DPAA bemüht sich seit Jahren Tote des Pazifikkrieges zu bergen und zu identifizieren. Auf dem Luftwaffenstützpunkt in Pearl Harbor untersuchen sie die Überreste der Soldaten und forschen an anderen ID-Methoden neben DNA-Tests. Die Unterstützung durch Japan ist dabei ein wichtiger Punkt. Doch umgekehrt ist das Land ebenfalls auf die Unterstützung der DPAA angewiesen.

Das japanische Gesundheitsministerium analysierte Dokumente, wie Kampfberichte in Archiven in anderen Ländern, um Überreste besser zu finden. Da jedoch einige Berichte klassifiziert sind, muss das Ministerium um eine Freigabe bei der DPAA bitten. Weiter forderte ein Beamter der Nippon Izokukai bei der Unterzeichnung, dass die japanischen Selbstverteidigungskräfte mit ihren Geräten bei der Suche helfen. Unter anderem sind viele Kriegstote in Gebieten, die nur mit Hubschraubern erreichbar sind.

Weniger gefundene Soldaten als geplant

Japan besitzt erst seit 2016 ein Gesetz, das die Suche nach Kriegstoten fördert. Seitdem gilt die Angelegenheit als staatliche Verantwortung, die die Regierung intensiv und mit großer Anstrengung bis 2024 erledigen will. Aktuell läuft es allerdings nicht so gut mit den Zahlen. Die japanische Regierung gibt aktuell 590.000 Menschen an, die als gefunden gelten. Jedoch liegen die tatsächlichen Zahlen um die 1.000 Überreste pro Jahr. 1,12 Millionen japanische Soldaten gelten aktuell noch als nicht geborgen.

Zusätzlich stellte sich das Gesundheitsministerium in den letzten Jahren bei manchen Bergungen quer. Allein in Iwo Jima, heutiges Iwo To, fielen 20.000 japanische Soldaten und rund 7.000 Amerikaner. Obwohl es Berichte gibt, die bei der Suche nach Leichen helfen, verweigert das Ministerium die DNA-Untersuchungen, sodass eine Identifizierung unmöglich ist. Ein Expertengremium soll nun das technische Problem der Durchführung von DNA-Tests diskutieren. In Zusammenarbeit mit dem Außenministerium und dem Verteidigungsministerium wollen sie neue Ziele stecken und das Problem lösen. Schon diesen Juli soll ein Grundsatzentwurf vorgelegt werden.

Quelle: MS

Rolling Sushi - der Japan-Podcast von Sumikai

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Anzeige

Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück