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Kommerzieller Walfang startet Montag

Japan beendet heute offiziell Mitgliedschaft in der Internationalen Walfangkommission

Nach mehr als 60 Jahren zieht sich Japan heute offiziell aus der Internationalen Walfangkommission zurück und beginnt am 1. Juli mit dem kommerziellen Walfang.

Allerdings bleibt es weiterhin unklar, ob durch die kommerzielle Jagd die Nachfrage nach Walfleisch steigen wird.

30 Jahre lang hat Japan zusammen mit anderen Ländern versucht durch Lobbyarbeit die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs zu erreicht.

Austritt, weil IWC keinen kommerziellen Walfang zulassen will

Die Entscheidung aus dem IWC auszutreten, wurde getroffen, nachdem Japans jüngster Vorschlag, den kommerziellen Walfang wieder aufzunehmen, im vergangenen September abgelehnt wurde.

Japans Kabinettschef Yoshihide Suga sagte im September, dass die Ablehnung zeigt, dass es in der IWC nicht einmal möglich ist, die Koexistenz von Staaten mit unterschiedlichen Ansichten aufzubauen.

Die Internationale Walfangkommission wurde 1948 gegründet, in ihrer Satzung heißt es, dass der IWC auf die Walbestände achtet und dafür sorgen soll, dass sich die Walfangindustrie vernünftig entwickelt. Allerdings haben sich dem IWC immer mehr Länder angeschlossen, die den Walfang ablehnen.

Wale wurden zu wissenschaftlichen Zwecken gejagt

1982 stoppte Japan den kommerziellen Walfang, um eines von der IWC verabschiedetes Moratorium zu erfüllen. 1987 begann das Land allerdings wieder Wale zu fangen unter dem Deckmantel der Forschung. Das Fleisch dieser Tiere wurde in Japan verkauft.

Japan hatte sich immer wieder für die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs von Walarten die eine größere Population aufweisen eingesetzt.

Der Austritt aus dem IWC wurde von Ländern wie Australien und Neuseeland und verschiedenen Umweltorganisationen stark kritisiert.

Walfleisch war in Japan in der Nachkriegszeit eine wichtige Nahrungsquelle, damals wurde es auch in der Schule zu Mittag serviert.

Jagt in Japans Hoheitsgewässern

Am Montag wird Japan den Walfang in seinen Hoheitsgewässern wieder aufnehmen. Allerdings wird das Land nicht im antarktischen Ozean jagen, wo Japan den „wissenschaftlichen“ Walfang betrieben hatte.

Auch nach dem Rückzug aus dem IWC erklärte das Land, dass man einen Beitrag zur Erhaltung der Meeresressourcen leisten wird. Dafür wird man sich als Beobachter am IWC beteiligen und nur so viele Wale fangen, wie es eine Fangrenze des IWC vorgibt.

Walfleisch nicht beliebt in Japan

Nobuyuki Yagi, Professor an der Universität Tokyo, kommentierte die Wiederaufnahme des Walfangs mit: „Japans Entscheidung sei unvermeidlich. Die IWC ist kein angesehenes Gremium mehr, sondern ein Ort, an dem die Anti-Walfang-Länder ihre Meinung äußern können.“

Japans Walfangindustrie hofft unterdessen, dass die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs dazu führt, dass ihr Geschäft unterstützt wird. Allerdings ist Walfleisch in der japanischen Bevölkerung alles andere als beliebt. Der Verbrauch sank zuletzt unter 5.000 Tonnen.

Verschiedene Organisationen haben bereits angekündigt, dass sie den Walfang mit Protesten begleiten werden.

Quelle: Wikipedia, MA, IWC

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