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Noch weniger Neugeborene in Japan

Japan befürchtet stark sinkende Geburtenrate

Japans Geburtenrate sinkt kontinuierlich, durch die Folgen der Coronavirus-Pandemie sind die Befürchtungen nun allerdings groß, dass sie noch schneller sinken könnte.

Da die Pandemie zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit und schlechten wirtschaftlichen Aussichten geführt hat, könnten sich nun viele Menschen dazu entscheiden, kein Kind zu bekommen.

Viele Menschen fühlen sich vom Staat im Stich gelassen

Hinzu kommt, dass Familien, besonders alleinerziehende Elternteile, vom Staat allein gelassen worden sind. Die Schulen wurden im April geschlossen und es gibt kein Programm, um Aushilfskräften zu helfen, wo alleinerziehende Elternteile den größten Anteil ausmachen.

Da Japan sowieso schon das Land mit dem größten Anteil an älteren Menschen ist – im Jahr 2019 machten Menschen ab 65. Jahren 28,41 Prozent der Gesamtbevölkerung aus – könnte der Anteil nun rasch steigen.

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Die Geburtenrate ist im vergangenen Jahr das erste Mal unter 900.000 gesunken, ein Trend der sich sowieso weiter fortsetzten dürfte. Insgesamt ging die Gesamtbevölkerung in Japan zum 11. Mal in Folge zurück. Die Zahl der Ausländer stieg dafür im sechsten Jahr in Folge um 199.516 auf den Rekordwert von 2,87 Millionen an.

Japans leere Kassen könnten Maßnahmen, um die Geburtenrate zu steigern, verhindern

Das Kabinett genehmigte Ende Mai Richtlinien, die darauf abzielen, die Fertilitätsrate auf 1,8 zu erhöhen und forderte die Bereitstellung von mehr öffentlichen Mitteln für Fruchtbarkeitsbehandlungen, da die Menschen später im Leben heiraten, was zu einem wachsenden Bedarf an solchen, oft teuren, Behandlungen führt.

In den Leitlinien wurde auch empfohlen, die Zulagen für Kinderbetreuungsurlaub zu erhöhen, um mehr Väter zum Vaterschaftsurlaub zu bewegen. Auch ein höheres Kindergeld sollte angestrebt werden. Experten sind jedoch skeptisch, ob der Staat finanzielle Ressourcen für die Umsetzung solcher Maßnahmen sichern kann, da die Coronavirus-Pandemie den Staatskassen stark geschadet hat.

Im April 2017 prognostizierte ein Regierungsinstitut, dass Japans Bevölkerung einschließlich ausländischer Staatsangehöriger mit derzeit 127 Millionen im Jahr 2053 unter 100 Millionen fallen und 2065 88,08 Millionen erreichen wird, wenn Personen ab 65 Jahren 38,4 Prozent der Einwohner ausmachen werden.

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