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Japan: Beidseitige Gedenkfeier für die Angriffe auf Pearl Harbor

Das Japanische Generalkonsulat auf Hawaii plant das Abhalten einer Zeremonie in Erinnerung an den Angriff auf die US-amerikanische Flottenbasis in Pearl Harbor.

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Es wird die erste offizielle Zeremonie sein, die der Opfer beider involvierter Länder, der USA und Japan, Tribut zollt. 2016 jährt sich der Überraschungsangriff auf den Hafenstützpunkt am 7. Dezember 1941 zum 75. Mal. Der Sturmangriff führte zur Kriegserklärung der Vereinigten Staaten gegenüber Japan und erweiterte den damals geführten Pazifikkrieg in den Zweiten Weltkrieg aus.

Die offiziellen Zeremonien wurden bisher jährlich seitens der USA, in Gedenken an die amerikanischen Opfer, abgehalten. Das Japanische Generalkonsulat hat nun entschieden, dass am 8. Dezember erstmalig auch den in diesem Gefecht gefallenen Japanern Tribut gezollt werden soll. US-amerikanische Militäroffiziere werden auch an der Beistandszeremonie teilnehmen.

Gedenkfeier in Erinnerung an den Angriff auf Pearl Habor by NHK World

Beamte des Konsulats hoffen, dass das Event eine gute Möglichkeit darstellen wird, um die Freundschaft zwischen den Ländern zu vertiefen. Die Idee für diese beidseitige Gedenkfeier kam vom Japaner Hiroya Sugano, der einen Luftangriff der Amerikaner 1945 überlebte.

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Sugano, ein Doktor aus Shizuoka, hat bisher 25 Jahre lang seine eigene Gedenkfeier für die Opfer der beiden Nationen abgehalten. Er glaubt, dass allen Kriegsgefallenen Tribut gezollt werden sollte, unabhängig von der Nationalität der Opfer. Laut ihm reagierten die US Amerikaner zuerst eher gleichgültig auf seinen Vorschlag, doch seit ein paar Jahren wohnen jedes Mal mehr Menschen dem Event bei.

Umso gerührter ist der Initiator nun, dass sein langjähriges Bemühen nun anerkannt und nun in einer offiziellen Zeremonie umgesetzt wird.

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