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Japan bereitet sich auf komplexe Cyber-Bedrohungen vor

Olympische Spiele ein lohnendes Ziel für Cyberangriffe

Laut Experten muss sich Japan im Vorfeld und während der Olympischen Spiele in Tokyo 2020 auf ausgefeilte Cyberangriffe einstellen.

Mit der Verbreitung intelligenter Geräte und kostengünstiger Drohnen werden solche Angriffe wahrscheinlich nicht nur zahlreicher, sondern auch komplexer.

Bereits bei früheren Olympischen Spielen wurde eine enorme Anzahl von Cyberangriffen gemessen. Alleine bei den Spielen in Rio 2016 wurden 500 Millionen und bei den Spielen in London 2012 250 Millionen Angriffe gezählt. Tokyo muss mit einer ähnlichen Menge Angriffe rechnen.

Olympischen Spiele in Tokyo bereits Opfer von Cyberangriffen

Bereits im vergangenen September waren die Olympischen Spiele in Tokyo einem Angriff ausgesetzt. Damals hatte eine Gruppe von Hackern versucht die privaten Daten von Menschen aus Japan und der USA zu stehlen.

Mehr zum Thema:  Gezielte Cyberangriffe erreichen in Japan neues Rekordhoch

Toshio Nawa, Executive Director und Senior Security Analyst des in Tokyo ansässigen Sicherheitsberatungsunternehmens Cyber ​​Defense Institute, warnte davor, dass Hacker mithilfe einer Kombination aus virtuellen und realen Angriffen versuchen die Spiele für sich zu nutzen.

„Hacker könnten einen Cyberangriff nutzen, um während der Eröffnungszeremonie auf der elektronischen Anzeigetafel einen gefälschten Notfallalarm anzuzeigen, beispielsweise ein großes Erdbeben oder einen nuklearen Unfall, wenn dann Dutzende von Drohnen fliegen, die in der Lage sind, mobile Signale zu stören, was eine große Panik auslöst“, so Nawa.

Angriffe zielen auf private Daten ab

Der ehemalige Leiter der japanischen Air Self-Defense Force, der die Signale, die Verschlüsselung und das Luftverteidigungs-Befehlssystem überwachte, sagte, dass beim Betrachten der Spiele auf Smartphones besondere Vorsicht geboten sei.

„Angreifer richten möglicherweise eine Website ein, auf der angegeben wird, dass Sie sich die Olympischen Spiele kostenlos ansehen können, auf der jedoch Malware eingebettet ist. Wenn Sie auf die Website zugreifen, wird eine böswillige App heruntergeladen und auf Ihrem Telefon installiert, mit der Sie beispielsweise Ihre Videos extrahieren können.“

Sobald Hacker Zugriff auf die persönlichen Daten haben, können sie eine ganze Reihe von Handlungen durchführen, beispielsweise die Verwendung von Kreditkartennummern oder das Eindringen in Firmennetzwerke und Unternehmensgeheimnisse stehlen, fügte er hinzu.

Auch Telekommunikations- und Transportsysteme ein Ziel

Noboru Nakatani, ein ehemaliger Cyberspezialist der International Criminal Police Organization, besser bekannt als Interpol, sagte, dass die Zerstörung kritischer Infrastrukturen, insbesondere der Telekommunikations- und Transportsysteme, ein üblicher Weg für Hacker sei, Probleme in einem Land zu erzeugen.

Laut eines Berichts von Rand Corp. gab es während der Olympischen Spiele 2012 in London, während der Eröffnungsfeier, einen 40-minütigen Denal-of-Service-Angriff auf die Stromversorgungssysteme des Veranstaltungsorts.

„In den USA gab es Fälle, in denen U-Bahn-Ticketsysteme ausgefallen sind. Wenn die Züge während der Spiele nicht in der Lage sind, zu fahren, wäre das ein großes Durcheinander“, so Nakatani.

Japan muss auf der Hut sein und sich gegen alle möglichen Cyberangriffe schützen, so der Tenor der Experten.

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