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Japan bereitet Verbot von kostenlosen Plastiktüten vor

Keine kostenlosen Plastiktüten mehr, für die Umwelt.

Japan plant, dass Supermärkte, Convenience-Stores, Drogerien und Kaufhäuser Plastiktüten nicht mehr kostenlos an die Kunden geben dürfen.

Mit diesem Schritt will die japanische Regierung aktiv gegen die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll vorgehen.

Japans Umweltminister Yoshiaki Harada sagte auf einer Pressekonferenz am Montag, sein Ministerium plane, ein neues Gesetz einzuführen, das die kostenlose Bereitstellung von Einweg-Plastiktüten verbietet, wobei der Preis für eine Plastiktüte den Einzelhändlern überlassen werde.

„Der Anteil von Plastiktüten am Plastikmüll ist nicht groß, aber die Erhebung von Gebühren wäre ein Symbol für die Bemühungen Japans, diesen Abfall zu reduzieren“, so der Umweltminister.

Mehr zum Thema:  Japan verabschiedet Maßnahmenpaket zur Reduzierung von Plastikmüll

Am Dienstag sagte Harada, Premierminister Shinzo Abe habe ihm mitgeteilt, dass die Maßnahme in die richtige Richtung gehe und forderte ihn auf, „die Meinungen der Menschen gründlich anzuhören.“

Japan produziert hinter den USA, China und Brasilien, die größte Menge Plastikmüll pro Kopf und ist weiten hinten auf der Liste der Länder, die Plastikmüll versuchen einzudämmen. Im Vergleich produziert Deutschland nur etwas weniger als Japan.

Das Umweltministerium erwartet von den Einzelhändlern eine Gebühr zwischen 10 Yen und mehr pro Plastiktüte. Der Preis soll effektiv sein, so der Umweltminister.

Zudem sind die Einzelhändler aufgefordert, die Einnahmen, die durch den Verkauf der Tüten entsteht, für Umweltprojekte bereitszustellen.

Außerdem will Japans Umweltministerium prüfen, ob diese Maßnahmen auch auf kleine und mittelständische Unternehmen ausgeweitet wird.

Schätzungen zufolge fließen jedes Jahr mehr als 8 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Ozeane und verursachen eine Verschmutzung durch Mikroplastik. Dabei absorbieren winzige Teile des abgebauten Plastiks schädliche Chemikalien und reichern sich in Fischen, Vögeln und anderen Tieren an, während sie die Nahrungskette entlanglaufen.

Quelle: Kyodo

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