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Japan bestärkt Anspruch auf von Südkorea kontrollierte Inseln

In der ohnehin angespannten Situation sorgt das für noch mehr Ärger

Die Situation zwischen Japan und Südkorea ist noch immer angespannt. Nun gießt Japan weiter Öl ins Feuer. Bei einer jährlichen Zeremonie am Samstag drückte Japan seinen Anspruch auf einige von Südkorea kontrollierte Inseln aus.

In einer Rede kritisierte Tatsuya Maruyama, Gouverneur von Shimane, Südkorea und sagte, dass es „Bewegungen stärkt, die die Besetzung von Takeshima zu einer festen Tatsache machen“. Er forderte eine entschlossene Antwort der japanischen Regierung auf die territoriale Frage.

Inseln sind zwischen den beiden Ländern umstritten

Die kleinen Inseln im Japanischen Meer, nordwestlich der Hauptküstenlinie der Präfektur, sind als Takeshima in Japan und Dokdo in Südkorea bekannt.

Die Zeremonie findet seit 2006 jedes Jahr am 22. Februar statt, nachdem die Regierung der Präfektur Shimane den Tag im Vorjahr zum „Takeshima-Tag“ erklärt hatte, ein Jahrhundert, nachdem sie nach der Genehmigung durch das Kabinett in ihre Zuständigkeit fiel.

Südkorea protestiert gegen den Anspruch Japans

Takashi Fujiwara, ein parlamentarischer Vizeminister des Cabinet Office, der die Zentralregierung bei der jährlichen Veranstaltung vertrat, sagte: „Angesichts der historischen Fakten und auch des internationalen Rechts ist Takeshima ein inhärentes Territorium (Japans)“.

Mehr zum Thema:  61 Prozent der Südkoreaner machen die japanische Regierung für die diplomatischen Probleme verantwortlich

Südkorea lud später einen hochrangigen japanischen Botschaftsbeamten in das Außenministerium in Seoul ein, um bei der Jubiläumszeremonie in der Präfektur Shimane Protest einzulegen.

Angespannte Situation schon seit Jahren

In einer Erklärung forderte ein Beamter des Ministeriums die Abschaffung der jährlichen Veranstaltung und sagte, die Inseln seien sowohl historisch als auch völkerrechtlich südkoreanisches Territorium. Der Ton der Erklärung unterschied sich kaum von dem der letzten Jahre.

Im Rahmen der Bemühungen, ihre Position in der Takeshima-Frage zu demonstrieren, entsendet die Zentralregierung seit 2013 jedes Jahr einen Vertreter des Ranges von Fujiwara.

Inseln liegen in reichen Fischgründen

Die kleinen Inseln, die eine Gesamtfläche von 0,2 Quadratkilometern bedecken, bestehen aus Vulkangestein mit wenig Vegetation und Trinkwasser. Sie liegen aber in reichen Fischgründen.

Südkorea hat seit 1954 Sicherheitspersonal auf den etwa 200 Kilometer von beiden Ländern entfernten Inseln stationiert und die effektive Kontrolle über sie übernommen.

Situation zwischen Japan und Südkorea seit 2018 angespannt

Die bilateralen Beziehungen zwischen Japan und Südkorea sind nach wie vor angespannt. Grund dafür sind vor allem Urteile des südkoreanischen Obersten Gerichtshofs von 2018, in denen japanische Unternehmen aufgefordert wurden, Personen zu entschädigen, die während der japanischen Kolonialherrschaft von 1910 bis 1945 Zwangsarbeit geleistet haben.

Japan hat argumentiert, dass die Urteile gegen ein bilaterales Abkommen von 1965 verstoßen, mit dem Kriegsforderungen geregelt wurden und das daher gegen internationales Recht verstößt.

kyodo

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