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Regierung will Region wiederbeleben

Japan bezahlt Personen, die in die Nähe vom Fukushima Kernkraftwerk ziehen

Neun Jahre nach der nuklearen Katastrophe in Fukushima, haben seine tiefen Spuren hinterlassen. Obwohl viel Orte wieder für die Öffentlichkeit freigeben sind, kommen nur wenige Bewohner zurück in ihre Heimat. Da die Regierung aber die Wirtschaft in der Präfektur wieder ankurbeln will, soll es nun Geld für Menschen geben, die direkt in die Nähe des zerstörten Kernkraftwerks ziehen.

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Das ungewöhnliche Konzept wurde am 17. Dezember von dem Wiederaufbauminister Katsuei Hirasawa bestätigt. Die Wiederaufbaubehörde will sich nach seinen Angaben zurzeit auf die Wiederbelebung der ehemaligen evakuierten Gebiete konzentrieren und erreichen, dass mindestens 20 Prozent der ursprünglichen Einwohner zurückkommen. Ziel ist es für das erste Jahr bereits 300 Personen in dem Gebiet anzusiedeln.

Wer in Fukushima sesshaft wird, wird auch belohnt

Als Anreiz für Familien aus Fukushima soll es eine Prämie von etwa 9.474 Euro geben, wenn sie in eine der 12 Gemeinden in der Nähe Kernkraftwerks ziehen, die wegen der nuklearen Katastrophe evakuiert wurden. Familien, die aus anderen Präfekturen kommen, bekommen sogar umgerechnet 15.791 Euro.

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Einzelpersonenhaushalte sollen aber auch nicht leer ausgehen. Für sie werden um die 6.316 Euro bereitgestellt. Für Personen aus anderen Präfekturen gibt es wieder mehr, mit etwa 9.474 Euro.

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Des Weiteren locken umgerechnet 31.582 Euro, die an Personen gehen, die in der Gegend neue Unternehmen gründen. Die Sache hat für die Familien nur den Haken, dass sie das Geld erst bekommen, wenn sie mindestens fünf Jahre in einer der Städte leben.

Gemeinden erhalten zusätzliche Unterstützung

Starten soll das Programm bereits im Geschäftsjahr 2021. Bewerbungen sind hingegen erst im Sommer möglich. Neben den Gelde für neue Bewohner will die zuständige Behörde auch Fukushima und die Gemeinden selbst unterstützen. Es wird deswegen davon ausgegangen, dass im ersten Jahr das Programm kosten von etwa 39, 4 Millionen Euro haben wird.

Die Idee des Programm ist dabei nicht komplett neu. Schon im Geschäftsjahr von 2019 hatte die Zentralregierung Personen eine Prämie gezahlt, die aus einen der 23 Bezirken von Tokyo weggezogen sind. Allgemein ist die Obergrenze für die Subventionen bei der Wiederaufbaubehörde jedoch doppelt so hoch, wie die des Revitalisierungsprogramm der Zentralregierung.

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