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Japan bietet ausländischen Arbeitnehmern bisher keine angemessenen Arbeitsbedingungen

Fast die Hälfe der Städte in Japan macht sich Gedanken darüber, wie sie ausländische Arbeitnehmer angemessen behandeln können. Im Frühjahr tritt ein Gesetz in Kraft, das ausländischen Arbeitskräften in bestimmten Bereichen einen leichteren Einstieg erlaubt, um so gegen den Arbeitskräftemangel vorzugehen.

Eine Umfrage in mehr als 1.700 japanischen Gemeinden ergab, dass 47 Prozent von ihnen dafür sind, Arbeitskräfte aus dem Ausland einzustellen. Viele Unternehmen kämpfen heute mit einem Mangel an Arbeitnehmern. Die Bevölkerung wird immer älter, allerdings sorgen sinkende Geburtenraten nicht für eine Verbesserung der Lage.

Im April führt Japan ein neues Visa-System ein, um mehr ausländische Arbeitskräfte für gefragte Branchen wie Pflege, Bau, Landwirtschaft und Gastwirtschaft ins Land zu holen.

Von den befragten Gemeinden gaben 12 Prozent an, sie seien besorgt darüber, diese ausländischen Arbeitnehmer nicht angemessen behandeln zu können. Die Bereitstellung von Unterstützung während des Einlebens und die Gehälter stellen 35 Prozent vor eine schwere Herausforderung. Ausländische Arbeitnehmer sollten genauso viel verdienen wie ihre einheimischen Kollegen.

Insgesamt machen sich 47 Prozent der Befragten Sorgen um das Zusammenleben mit den Arbeitnehmern aus der Fremde. Einige nennen den Mangel an spezifischen Maßnahmen der Regierung als Hauptgrund für ihre Befürchtungen.

Die Stadt Odate (Präfektur Akita) erklärte, viele Unternehmen hätten keine Erfahrung beim Umgang mit ausländischen Arbeitnehmern. Sie fordern Unterstützung von zentraler und lokaler Stelle. Außerdem fordern einige Gemeinden, die sich gegen die Aufnahme von Ausländern aussprachen, eine Sicherungsgarantie für die Arbeitsplätze von Japanern und Japanerinnen.

Die bundesweite Umfrage wurde zwischen November 2018 und Januar 2019 durchgeführt. Dabei befragte Kyodo News alle 1.788 japanischen Gemeinden, von denen 99 Prozent antworteten.

Im Rahmen des neuen Visa-Systems plant Japan in den nächsten fünf Jahren, bis zu 345.000 ausländische Arbeitnehmer aufzunehmen. Man erwartet vor allem Arbeitskräfte aus asiatischen Ländern wie China, Indonesien, den Philippinen und Vietnam. Mit diesen Visa öffnet Japan erstmals wirklich seine Türen für ausländische Arbeiter. Vor allem Personen mit hohen Qualifikationen und Fachkenntnissen wie Ärzte, Anwälte und Lehrer sollen so ins Land geholt werden.

Quelle: Kyodo News

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