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Japan droht in der Zukunft ein Mangel an Ärzten

Die immer weiter sinkende Population und das steigende Durchschnittsalter machen der japanischen Regierung große Sorgen. Bereits jetzt sind die Auswirkungen der niedrigen Geburtenrate zu spüren und mehrere Wirtschaftsbereiche leiden unter Arbeitskräftemangel. Wie schlimm sich die Situation in den kommenden Jahren entwickelt, schätzte nun das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt. So soll Japan in ein paar Jahren an einem Mangel an Ärzten leiden.

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Das Ministerium schätzte, wie viele Ärzte es im Jahr 2036 geben wird. Die Beseitigungen der Fehlverteilung im ganzen Land sollen in dem Jahr abgeschlossen sein. Als Grundlage für die Rechnung lag die aktuelle Anzahl der Ärzte auf 100.000 Einwohner sowie die Unterschiede zwischen der Tages- und Nachtbevölkerung. Ebenfalls spielte die Konsultationsrate in allen Altersgruppen und die Arbeitszeit von Ärzten eine Rolle.

Bei der Schätzung kam das Ministerium zu dem Ergebnis, dass um die 24.000 Ärzte fehlen, wenn es in jeder Region ausreichend geben soll. Insgesamt soll es in jedem Gebiet, bis auf die Präfektur Nara, zu einem Mangel an medizinischen Fachkräften kommen. Ein großes Problem, wenn sich die Schätzungen bewahrheiten. Schon jetzt gibt es unter anderem im Pflegebereich zu wenige Fachkräfte, sodass Japan mittlerweile auf ausländische Arbeitskräfte setzt.

Ob das ebenfalls eine Lösung für den befürchteten Ärztemangel ist, ist noch nicht klar. Allerdings will das Ministerium schon jetzt die 15 am stärksten betroffenen Präfekturen auf das Problem vorbereiten. Unter anderem zählen dazu Aomori, Chiba, Shizuoka und Yamaguchi. Das Gesundheitsministerium will nun an möglichen Maßnahmen arbeiten, um den Regionen zu helfen und die Auswirkungen des Fachkräftemangels zu reduzieren. Wie diese jedoch aussehen können, ist bis jetzt noch nicht klar.

Quelle: Mainichi Shimbun

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