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Medizin und Forschung

Japan entwickelt ein Krebsmedikament mit asiatischen Ländern

Japan startet ein gemeinsames Forschungsprojekt mit anderen asiatischen Ländern, um schneller ein neues Krebsmedikament zu entwickeln.

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Das nationale Krebszentrum in Tokyo kündigte im September an, dass es das „Asian Trials Network for Cancers (ATLAS)“-Projekt mit Institutionen aus fünf weiteren asiatischen Ländern startet.

Japan erhofft sich schnellere Entwicklung durch Zusammenarbeit

Das Ziel des Projektes sei die Medikamente früher auf den Markt zu bringen durch eine Zusammenarbeit. Es wird erwartet, dass die Nachfrage an Krebsbehandlungen in den kommenden Jahren steigen wird durch die immer größer werdende Bevölkerung und älter werdende Gesellschaft.

„Es können mehr Versuche und klinische Studien innerhalb des Projektes durchgeführt werden. So können die Medikamente leichter für Patente angemeldet werden“, sagte Kenichi Nakamura, Leiter der Forschungsabteilung am nationalen Krebszentrum Japans.

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Für gewöhnlich werden Krebsmedikamente für das jeweilige Organ entwickelt, wo der Krebs bekämpft werden soll, wie zum Beispiel die Lunge. Mittlerweile wird ein neuer Ansatz verfolgt: Arzneimittel werden so entwickelt, dass sie eine spezifische Genmutation bekämpfen.

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Aber es ist unglaublich schwer eine ausreichende Anzahl an Probanden für klinische Studien innerhalb eines Landes zu finden, weil viele Genmutationen existieren.

Forschungsnetzwerk wird aufgebaut

Unter dem ATLAS-Projekt soll ein Netzwerk aus Krebszentren und anderen Institutionen etabliert werden, um Informationen auszutauschen und klinische Studien durchzuführen. Daten zu spezifischen Genmutationen werden durch Blutanalysen und Krebszellen aus Operationen gesammelt.

Basierend auf der Genom-Medizin forschen die Mitgliedsstaaten an Medikamenten zur Bekämpfung von Karzinomen, welche vor allem bei asiatischen Patienten auftreten, wie zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs. Behandlungen zu Sarkomen, Hirntumoren und weiteren seltenen Krebskrankheiten sollen auch untersucht werden.

Die Mitgliedsstaaten wollen gemeinsam ein System entwerfen, um die Medikamente in allen asiatischen Ländern zur gleichen Zeit auf den Markt zu bringen.

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Genom-Medizin ist in Krebstherapien mit inbegriffen, die vom japanischen Gesundheitssystem gedeckt werden. Jedoch konnten in gerade einmal 10 bis 20 Prozent der Fälle eine Besserung durch Medikamente festgestellt werden. Daher ist es wichtig, die Forschung in diesem Gebiet voranzutreiben.

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