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Reisende, die über China und Südkorea nach Japan kommen, sollen in Quarantäne

Japan erklärt 2,8 Millionen Visa von Chinesen aus Angst vor dem Coronavirus für ungültig

Japans Außenministerium kündigte am Freitag an, dass 2,8 Millionen Visa von Chinesen und 17.000 von Südkoreaner aufgehoben werden, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 im Land zu verhindern.

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Die Entscheidung ist Teil der Maßnahmen, die Japans Premierminister Shinzo Abe einen Tag zuvor angekündigt hatte.

Visa werden ab Montag ausgesetzt

Die Visa werden von Montag bis zum 31. März für ungültig erklärt. Japans Außenminister Toshimitsu Motegi sagte, was nach dem 31. März passiert, hängt davon ab, ob sich die Situation verbessert oder verschlechtert.

Das Programm zur Befreiung von der Visumpflicht für Kurzaufenthalte von Touristen aus Südkorea, Hongkong und Macau wird ebenfalls ausgesetzt werden.

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Chinesische und südkoreanische Touristen, die sich bereits in Japan befinden, werden nicht ausgewiesen. Wenn sie das Land allerdings verlassen, können sie nicht mit denselben Visa wieder einreisen, solange die Maßnahme in Kraft ist.

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Südkorea hat am Freitag die Einreisebeschränkungen als unfair und unwissenschaftlich eingestuft. Die japanische Wirtschaft, die immer noch von einer Verbrauchsteuererhöhung und Naturkatastrophen betroffen ist, wird unter dieser Maßnahme weiter leiden.

China akzeptierte unterdessen die japanischen Beschränkungen als angemessen, um die öffentliche Gesundheit zu schützen.

Einreisende aus China und Südkorea müssen in Quarantäne

Bis Ende März wird Japan zusätzlich alle Reisenden, die aus China und Südkorea nach Japan einreisen, zwei Wochen lang unter Quarantäne stellen.

Ausländer, die über diese beiden Länder nach Japan einreisen, werden gebeten in Hotels zu bleiben, die Quarantäne muss aus eigener Tasche bezahlt werden. Damit möchte man potenzielle Reisende abschrecken.

„Wenn Japaner auch in Quarantäne gehen müssen, wird dies das Reisen für geschäftliche Zwecke reduzieren“, sagte ein Mitarbeiter der Japan Association of Travel Agents und äußerte sich besorgt darüber, dass der Personenverkehr zwischen Japan und China zum Stillstand kommen wird.

Kyodo

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