Stats

Anzeige
Home News Japan erklärt Coronavirus zur Infektionskrankheit, um Behandlung mit staatlichen Mitteln zu ermöglichen

Japan erklärt Coronavirus zur Infektionskrankheit, um Behandlung mit staatlichen Mitteln zu ermöglichen

Behörden können Krankenhausbehandlung nun anordnen

Die Infektion durch den Coronavirus, der seinen Ursprung in der chinesischen Stadt Wuhan hat, wird von der japanischen Regierung als Infektionskrankheit eingestuft. Damit wird die Behandlung infizierter Patienten durch staatliche Mittel ermöglicht.

Japans Premierminister Shinzo Abe kündigte die geplante Benennung durch die Regierung auf einer Sitzung des Haushaltsausschusses des Unterhauses am 27. Januar an und verwies auf die Notwendigkeit, dass Patienten angemessen medizinisch versorgt werden.

Behörden können Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, Krankenhausaufenthalt anordnen

Die korrekte Benennung des Coronavirus als Infektionskrankheit, ist das erste Mal seit dem Ausbruch von MERS-CoV im Jahr 2014. Damals starben weltweit hunderte Menschen an der Erkrankung.

Wie bei anderen hochinfektiösen Krankheiten können die Behörden einer Krankenhauseinweisung von bis zu einem Jahr empfehlen. Patienten kann es auch verboten werden, zu arbeiten.

Mehr zum Thema: 
Japans Premierminister ruft zur höchsten Alarmbereitschaft wegen des neuen Coronavirus auf

Wenn sich ein Patient nicht an die Empfehlung hält, können die einen Krankenhausaufenthalt anordnen, der dann aus öffentlichen Mitteln bezahlt wird. Die Behörden sind verpflichtet, die genaue Anzahl dieser Patienten zu dokumentieren.

Die japanische Regierung erwartet, dass der neue Coronavirus als quarantänefähige Infektionskrankheit eingestuft wird. Für Menschen, bei denen der Verdacht besteht, dass sie sich infiziert haben könnten, bedeutet dies, dass die Behörden eine Quarantäne anordnen können, um den Rest der Bevölkerung zu schützen.

Wirtschaftlicher Schaden in Japan befürchtet

Der Ausbruch der Krankheit fällt mit den Neujahrsferien in China zusammen, bei dem eine große Anzahl von Chinesen ins Ausland und besonders nach Japan reisen.

Daher rechnet die japanische Regierung mit einem deutlichen Rückgang von Touristen aus China in diesem Jahr, da Wuhan und andere chinesische Städte von den Behörden unter Quarantäne gestellt wurden.

Am 27. Januar äußerte sich Hiroaki Nakanishi, Vorsitzender von Keidanren (Japan Business Federation), Japans einflussreichster Wirtschaftslobby, besorgniserregend über die Auswirkungen des starken Rückgangs der chinesischen Touristen auf die japanische Wirtschaft.

Während er die chinesische Regierung aufforderte, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, sagte Nakanishi, der Ausbruch könne sich auf den geplanten Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping im Frühjahr in Japan als Staatsgast auswirken.

Deutsche Bundesbürger, die nach Japan reisen möchten, sollten sich vor ihrem Abflug beim Auswärtigen Amt über Maßnahmen gegen eine Infektion informieren.

MA

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here