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Auch ältere Fahrer bekommen mehr Auflagen

Japan erlässt strengere Strafen für Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung

Die japanische Regierung hat man Dienstag ein Gesetz überarbeitet, um die Strafen bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung deutlich zu verschärfen.

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Die Regierung reagiert damit auf einige tödliche Unfälle in den letzten Jahren.

Deutlich strengere Strafen festgelegt

Da Japans Bevölkerung immer älter wird, verpflichtet das neue Gesetz ältere Fahrer ab 75 Jahren, die bereits Verkehrsdelikte begangen haben, eine Fahrprüfung bei der Erneuerung ihres Führerscheins abzulegen.

Die strengeren Strafen sollen voraussichtlich noch Ende Juni in Kraft treten, Maßnahmen für ältere Fahrer sollen bis Juni 2022 umgesetzt werden.

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Das Gesetz verschärft auch die Strafen für aggressives Auffahren, Drängeln und plötzliches Bremsen, um andere Fahrzeuge zu behindern.

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Die Polizei kann nun den Führerschein sofort einkassieren und eine Strafe in Höhe von bis zu drei Jahren Gefängnis oder eine Geldstrafe bis zu einer Höhe von 500.000 Yen verhängen.

Fahren, das „extreme Gefahr“ verursacht, einschließlich des Anhaltens eines anderen Fahrzeugs auf Schnellstraße, kann nun zu einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe von maximal 1 Million Yen führen.

Rücksichtsloses Fahren hat in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen, seit ein Autofahrer 2017 ein Auto gezwungen hat, auf einer Schnellstraße anzuhalten. Auf das Auto fuhr ein Lkw auf und tötete den Fahrer und seine Frau. Die beiden Töchter wurden schwer verletzt.

Ältere Fahrer werden mehr getestet

In Bezug auf die neuen Vorschriften für ältere Fahrer werden diejenigen, die bereits Verstöße, wie das Ignorieren von Ampeln und Geschwindigkeitsüberschreitungen, haben, vor der Erneuerung ihres Führerscheins auf ihre Fahrfähigkeiten getestet.

Diejenigen, die den Test bestehen, werden auch ihre kognitiven Funktionen untersucht. Diejenigen, die nicht bestehen, können ihren Führerschein nicht verlängern.

Das überarbeitete Gesetz sieht auch eine eingeschränkte Fahrerlaubnis vor, sofern nur Fahrzeuge gefahren werden, die mit erweiterten Verkehrssicherheitsmerkmalen ausgestattet sind, darunter ein System, dass ein unbeabsichtigtes Beschleunigen verhindern soll.

Der eingeschränkte Führerschein würde Senioren, die derzeit die freiwillige Rückgabe ihres Führerscheins in Betracht ziehen, und Fahrern jeder Altersgruppe, die nicht voll und ganz von ihrer Fähigkeit überzeugt sind, ein Fahrzeug zu bedienen, neue Optionen bieten.

Die Zahl der tödlichen Unfälle, die von Fahrern ab 75 Jahren verursacht wurden, lag im vergangenen Jahr bei 401, was 14,4 Prozent der Gesamtzahl entspricht. Dies ist nach Angaben der Polizei etwas weniger als ein Rekordhoch des Vorjahres.

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