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Sechs Monate Verlängerung

Japan erlaubt Menschen aus Myanmar weiterhin im Land zu bleiben

Die Menschen aus Myanmar leben aktuell in einer sehr ungewissen Zeit. Zurück in ihre Heimat wollen und können sie aufgrund der anhaltenden Unruhen nicht. Gleichzeitig laufen allmählich ihre Visa aus. Japan hat deswegen beschlossen, für alle den Aufenthaltsstatus zu verlängern.

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Am Freitag wurde bestätigt, dass Japan als Notfallmaßnahme für alle Einwohner aus Myanmar das Visum uneingeschränkt um sechs Monate verlängert. Man will so verhindern, dass sie in ihr Land zurückmüssen, in dem das Militär die Macht ergriffen hat und Proteste blutig niederschlägt.

Tausende Menschen aus Myanmar dürfen in Japan bleiben

Durch die Maßnahmen wird 35.045 myanmarischen Staatsangehörigen ermöglicht in Japan zu bleiben. Davon alleine sind 13.963 Personen Teil des staatlichen Praktikumsprogramms. Wer dazu den Status als spezifischer Facharbeiter anstrebt, darf sogar bis zu einem Jahr länger im Land bleiben.

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Der Status ist Teil von Japans neuem Arbeitsvisum, das 2019 eingeführt wurde und dabei helfen soll, den Arbeitskräftemangel in verschiedenen Branchen in Japan zu bekämpfen. In Bezug auf die zwei Myanmar-Diplomaten, denen wegen ihrer Beteiligung an den Protesten das Visum entzogen wurde, wurde auch eine Entscheidung gefällt.

Sie dürfen in Japan ihr Diplomatenvisum behalten, was ihn von der ursprünglichen demokratischen Regierung unter Aung San Suu Kyi ausgestellt wurde. Die neuen Diplomaten will man hingegen nicht anerkennen, weil auch die Militär Junta nicht von Japan anerkannt wird.

Japan bemüht sich um ein Ende der Gewalt

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Japan ist sich der Lage in Myanmar sehr bewusst, auch wenn sie bisher zu keinen drastischen Maßnahmen gegriffen haben. Am Freitag traf sich der UN-Sondergesandte für Myanmar, Christine Schraner Burgener, mit dem japanischen Außenminister Toshimitsu Motegi.

Zusammen diskutierten sie, wie sie die Bemühungen der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) unterstützen können, die versuchen zwischen den Interessengruppen Gespräche aufzubauen, um die Gewalt zu stoppen.

Burgener gab an, dass sie sich mit allen Parteien und den Vorsitzenden der ASEAN zu der Angelegenheit beraten hat. Sie hofft nun in zwei bis drei Wochen mehr Details und vor allem gute Nachrichten zu haben. Experten befürchten nämlich, dass die Auseinandersetzungen immer mehr auf einen Bürgerkrieg zusteuern.

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