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Japan erwägt Einsatz von Raketenabwehrsystem gegen Nordkorea

Nach den verbalen Drohgebärden zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Regime in Pjöngjang wächst in Japan die Sorge vor einer kriegerischen Eskalation zwischen den USA und Nordkorea.

Japan hat Nordkoreas jüngste Drohungen verurteilt, mehrere Raketen in Richtung Guam abfeuern zu wollen. Am Donnerstag erklärte Regierungssprecher Yoshihide Suga: „Die wiederholten Provokationen aus Pjöngjang sind absolut inakzeptabel. Wir bitten die Regierung Nordkoreas, die von der internationalen Gemeinschaft ausgesprochenen Warnungen ernst zu nehmen.“ Suga forderte die Nordkoreaner auch dazu auf, den in der vergangenen Woche verhängten Sanktionen Folge zu leisten und auf weitere Provokationen zu verzichten.

Itsunori Onodera erwägt Einsatz von Raketenabwehrsystem

Der kürzlich (wieder)ernannte Verteidigungsminister Itsunori Onodera ging noch einen Schritt weiter und kündigte an, dass man nordkoreanische Raketen abschießen könne, sollten diese in Richtung Guam fliegen. Da ein Raketenangriff die Existenz Japans bedroht, könne das Land mit dieser Maßnahme von seinem Recht auf kollektive Selbstverteidigung Gebrauch machen und das Raketenabwehrsystem Aegis einsetzen.

Bisher war es Japan gemäß seiner pazifistischen Nachkriegsverfassung nur möglich, Raketen abzuschießen, die auf das eigene Land zielen. Nach einer Gesetzesänderung im Jahr 2016 ist es Japan allerdings auch erlaubt, die USA und andere Verbündete zu verteidigen, falls diese von einem Feind angegriffen werden und Japans Sicherheit damit unmittelbar gefährdet wird.

Konflikt zwischen USA und Nordkorea erreicht eine neue Dimension

Die Lage zwischen Nordkorea und den USA hatte sich weiter zugespitzt, nach dem US-Präsident Donald Trump dem Regime in Pjöngjang mit „Feuer und Wut, wie die Welt sie noch nicht zuvor gesehen hat“ drohte, sollte Nordkorea weiter provozieren.

Das Regime in Pjöngjang gab daraufhin am Donnerstag bekannt, dass es insgesamt 4 Raketen in die Gewässer vor der Insel Guam schießen will. Die ballistischen Raketentests sind für Mitte August geplant und sollen die japanischen Präfekturen Himane, Hiroshima und Kochi überfliegen. In Südkorea wurde nach den jüngsten Entwicklungen der Nationale Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengerufen.

Die kleine US-Pazifikinsel Guam ist ein beliebtes Urlaubsziel bei Japanern. Die USA unterhalten dort einen strategisch wichtigen Militärstützpunkt.

Wiederholte Provokationen aus Nordkorea

Trotz Verboten des UN-Sicherheitsrates und Warnungen aus dem Ausland hatte Nordkorea am 28. Juli 2017 eine Interkontinentalrakete getestet. Als Reaktion auf den Test verhängte der UN-Sicherheitsrat die bisher schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen das Regime. Seit letztem Jahr hatte Nordkorea immer wieder illegale Raketentests durchführen lassen. Von insgesamt 4 ballistischen Raketen, die im März 2017 getestet worden sind, landeten 3 innerhalb der 200-Meilen-Zone vor der japanischen Küste. Das Regime in Pjöngjang verfolgt dabei u.a. das Ziel, eine nukleare Langstreckenrakete zu entwickeln, die die Westküste der USA erreichen kann.

Sorge vor einem nordkoreanischen Raketenangriff

Zwar hofft man In Japan nach den Provokationen Nordkoreas zwar weiterhin auf eine friedliche Lösung, aber die Regierung hat die Bevölkerung schon vorsorglich vor einem möglichen Angriff gewarnt und verschiedene Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt.

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