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Mehr Schutz für die Menschen im Katastrophenfall

Japan erweitert seinen Katastrophenschutzplan

Die japanische Regierung hat am Freitag ihren Katastrophenschutzplan überarbeitet und Maßnahmen gegen Infektionskrankheiten aufgenommen.

Darunter ist auch die Verhinderung von einer Überbelegung von Notunterkünften.

Katastrophenschutzplan sieht mehr Evakuierungszentren und mehr Bevorratung vor

Der Plan sieht die Bevorratung von Gesichtsmasken und Desinfektionsmitteln vor und fordert die Gemeinden, die die Schutzräume betreiben, auf, ihre Reaktion auf eine Infektion im Voraus zu prüfen.

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Eine Erhöhung der Anzahl der Evakuierungszentren soll eine Überbelegung verhindern und die Kommunalverwaltungen sollten die Nutzung von Hotels und Gasthäusern in Erwägung ziehen, wenn sie nicht genügend öffentliche Einrichtungen haben, die dem Plan zufolge genutzt werden können. Die japanische Regierung wird die Kommunen bitten, ihre Katastrophenmanagementpläne zu überprüfen.

Der Basisplan forderte auch einen Ausbau der Stromkapazität und beruft sich dabei auf die Auswirkungen des Taifuns Faxai, der im vergangenen September den Osten Japans heimgesucht hat. Der Taifun unterbrach die Stromversorgung in Chiba und ließ viele Haushalte wochenlang ohne Strom.

Kommunen sollen auch Obdachlose aufnehmen

Die Kommunen werden außerdem dringend aufgefordert, Evakuierte aufzunehmen – unabhängig davon, ob sie registrierte Einwohner sind oder nicht, da einigen Obdachlosen der Zutritt in die Evakuierungszentren verweigert wurde, als der Taifun Hagibis im Oktober weite Teile Japans heimsuchte. Was Überschwemmungen betrifft, fordert der überarbeitete Plan die Förderung eines besseren Bewusstseins der Menschen darüber, wann und wohin sie evakuiert werden sollen.

Im Katastrophenschutzplan heißt es, dass die Menschen verstehen sollten, dass, wenn Stadtverwaltungen sie zur Evakuierung auffordern, diejenigen, die sich bereits an einem sicheren Ort befinden, nicht evakuiert werden müssen. Diejenigen, die sich an Orten befinden, die als gefährdet gelten, müssen jedoch so schnell wie möglich evakuiert werden – vorzugsweise in ein Evakuierungszentrum. Möglich wäre auch eine Evakuierung in das Haus eines Freundes oder Verwandten, solange es sicher ist.

Um die wirtschaftlichen Schäden von Hochwasser so gering wie möglich zu halten, fordert der Katastrophenschutzplan die Unternehmen auf, den Mitarbeitern Homeoffice zu erlauben oder ihre Arbeitszeiten zu verschieben und Geschäftsschließungen im Voraus zu planen.

MA

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