• News
  • Podcast
Home News Japan fehlt es an Sozialarbeitern, um Hikikomori zu helfen
Anzeige

Japan fehlt es an Sozialarbeitern, um Hikikomori zu helfen

Kaum Hilfe möglich

Japan hat große Probleme dabei, den hunderttausenden Hikikomori im Land zu helfen, da es an Sozialarbeitern fehlt, die den Menschen dabei helfen, in die Gesellschaft zurückzukehren.

Im März veröffentlichte die Regierung eine Schätzung, nach der die Zahl der Hikikomori zwischen 40 und 64 Jahren bei 613.000, und bei den 15- bis 39-Jährigen bei 541.000 liegt.

Die regierende Liberaldemokratische Partei und ihr Koalitionspartner Komeito verpflichten sich, einen umfassenden Beratungsdienst zur Bewältigung des sogenannten „80-50-Problems“ zu fördern. Das Problem beschreibt die Situation, dass 80-jährige-Eltern und ihre sozial zurückgezogenen Kinder im Alter von 50 Jahren finanzielle Probleme haben.

Um Hikikomori zu helfen, fehlt es an Ressourcen

Menschen, die mit Hikikomori arbeiten, beklagen sich allerdings, dass ihnen nicht genügend Ressourcen zur Verfügung stehen, um vernünftig Hilfe zu leisten.

Andante, eine  Organisation in der Präfektur Kagawa, die sozial zurückgezogenen Menschen hilft, erhält ungefähr 500 Anfragen pro Jahr. Die Organisation hat allerdings nur drei Mitarbeiter, die bereits andere Verpflichtungen haben.

„Wir haben sehr wenig Leute“, sagte Shota Miyatake, Leiterin von hito.toco, einer Organisation mit Sitz in Takamatsu, die Hikikomorie hilft.

Mehr zum Thema:  Gesellschaftliche Isolation – Mein Leben als Hikikomori

„Wir brauchen nicht nur Leute, die Beratungen anbieten, sondern auch Leute, die zu den Betroffenen gehen, die Lage einschätzen und sie dann an Organisationen überweisen, die dann vernünftig helfen können.“

In der Regel dauert es durchschnittlich drei Jahre, bis ein Hikikomori wieder soziale Bindungen aufbauen kann.

„Der Beginn der Arbeit ist eine Form der sozialen Rehabilitation. Andererseits ist es für viele der zurückgezogen lebenden Menschen eine große Hürde“, so Miyatake.

Amoklauf und ein Mord sorgten für viel Aufmerksamkeit

Der Amoklauf am 28. Mai in Kawasaki, bei den zwei Menschen getötet und mehrere verletzt wurden und ein Regierungsbeamter, der seinen Sohn, der sozial zurückgezogen lebte, ermordete, sorgten für ein breites Interesse in der japanischen Öffentlichkeit.

Selbsthilfegruppen haben Bedenken geäußert, dass die Verknüpfung von Straftaten mit solchen Personen Missverständnisse und Vorurteile gegen sie verbreiten könnte. Sie fordern, mehr Anstrengungen, um zu verhindern, dass Familien, die mit ihnen zusammenleben, isoliert werden.

Quelle: Ja, Ta, TJT

Rolling Sushi - der Japan-Podcast von Sumikai

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Anzeige

Anzeige

1 Kommentar

  1. Was mich mal interessieren würde. Wenn all diese Menschen sich so zurückgezogen haben und nicht mal eine Arbeit nachgehen, wie können die eigentlich über die Runden kommen? Ich mein, ein ARGE gibt’s bei denen ja anscheinend nicht.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück