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Kranke Besucher will die Regierung schon am Flughafen kontrollieren

Japan fördert zu den Olympischen Spielen in Tokyo Impfungen

Zu den Olympischen und Paralympischen Spielen erwartet Japan nächstes Jahr tausende Besucher. Das birgt allerdings einige Gefahren. Unter anderem könnte die Ansteckungswahrscheinlichkeit enorm steigen, wenn eine Krankheit ausbricht. Aus dem Grund will die Regierung nun Impfungen fördern, damit alle gesund das Event genießen können.

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Am Donnerstag gab die japanische Regierung bekannt, dass sie an einen Impfpromotionsplan arbeiten. Der soll dabei mit mehrsprachigen Hinweisen besonders Ausländer ansprechen. Genauer sieht der Plan vor, dass nationale Regierungsangestellte, die an den Spielen teilnehmen, Impfungen für Masern und Röteln erhalten. Bei beiden Krankheiten kam es in den letzten Monaten vermehrt zu Erkrankungen, was die Behörden sehr besorgt.

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Gleichermaßen soll es Impfungen für Flugpersonal und Mitarbeiter im olympischen Dorf sowie anderen Veranstaltungsorten geben. Die Fluggesellschaft ANA ließ bereits von sich aus sämtliche Angestellte gegen Röteln und Masern impfen. Allgemein gibt es eine Impfempfehlung für alle, die mit vielen mit ausländischen Besuchern zusammenarbeiten.

Doch nicht nur Impfungen sollen eine Epidemie bei den Spielen verhindern. Die Behörden wollen mit Thermografiegeräten die Körpertemperatur von Besuchern bei der Einreise überwachen. Bei Anzeichen von Fieber wollen Beamte sie zu einem Gesundheitscheck auffordern. Besonders Besucher aus Ländern mit einer hohen Tuberkuloserate wollen sie prüfen. Als Grundlage dafür will die Regierung Informationen von der Weltgesundheitsorganisation nutzen.

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Kontrollen gegen Lebensmittelvergiftungen

Das Gesundheitsministerium selbst plant mit anderen Ministerien und Behörden zusammenzuarbeiten, um sie gegen Infektionskrankheiten zu wappnen. Ebenfalls werden Maßnahmen gegen Lebensmittelvergiftungen ergriffen. Den internationalen Standard für Lebensmittelhygienekontrollen und die Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte (HACCP) wollen sie deswegen fördern.

Unbegründet ist die Sorge dabei von Japan nicht. Neben der aktuellen Ausbreitung der Röteln und Masern gab es bei den Spielen 2016 in Rio de Janeiro ein Gesundheitsproblem. Kurz vor den Spielen kam es an den Austragungsorten zum Ausbruch des gefährlichen Zika-Virus. Mehrere Athleten steckten sich an und konnten nicht an den Spielen teilnehmen.

Quelle: MS

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