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Japan bittet erneut um Gespräche

Japan fordert die Freilassung der politischen Gefangenen in Myanmar

In Myanmar regiert seit Monaten das Militär, nachdem Anfang des Jahres die demokratische Regierung gestürzt wurde. Japan hat während des Mekong-Treffens das Land aufgerufen, die politischen Gefangenen freizulassen.

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Am Freitag äußerte der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi seine Besorgnis über die Annullierung der Parlamentswahlen durch das Militär. Die Junta hatte die Ergebnisse vom letzten Jahr für ungültig erklärt, da angeblich der eindeutige Wahlsieg der Demokraten Wahlbetrug war.

Japan will Frieden in Myanmar

Gleichzeitig forderte Motegi den Vertreter der Militärregierung, der an der Videokonferenz teilnahm, auf, dass verhaftete Demonstranten und Regimekritiker freigelassen werden. Auch wurde dazu gedrängt, die Demokratie im Land so schnell es geht wieder herzustellen.

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Motegi rief erneut zu Dialogen zwischen den beiden Parteien auf und sagte, dass er hohe Erwartung an einer konstruktiven Reaktion vom Land hat. An Sanktionen wird vorerst nicht gedacht, auch wenn andere Länder bereits welche ergriffen haben.

Außenminister von Brunei wird Sondergesandter

Japan unterstützt weiterhin die Initiative des Verband südostasiatischer Staaten (ASEAN), einen Fünf-Punkte-Konsens über den Umgang mit der Krise umzusetzen. Dabei soll vor allem sofort die Gewalt gegen die Bevölkerung beendet werden. Mehr als 900 Zivilisten wurden während der Proteste erschossen, darunter mehrere Kinder. Auch in den Gefängnissen herrscht wohl Gewalt.

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Am Mittwoch wurde sich darauf geeinigt, dass der zweite Außenminister von Brunei als ein Sondergesandter für Myanmar eingesetzt werden soll. Er soll dabei helfen eine Lösung für die Situation im Land zu finden.

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