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Japan fordert Kernkraftwerke auf, sich auf eine Ära der Stilllegung vorzubereiten

40 Prozent sollen geschlossen werden

Das Gremium für Nuklearpolitik in Japan hat am Montag einen Bericht veröffentlicht, in dem es heißt, dass das Land in eine Ära der massiven Stilllegung von Kernkraftwerken eintritt.

Der Bericht fordert die Betreiber von Kernkraftwerken auf, dass sich auf diese Ära einstellen sollten, um die Sicherheitsrisiken und die Kosten zu senken.

40 Prozent aller Reaktoren in Japan sollen stillgelegt werden

24 Reaktoren, 40 Prozent der Anzahl der gesamten Reaktoren in Japan, sind für eine Stilllegung vorgesehen oder werden stillgelegt. Darunter befinden sich vier Reaktoren im Werk Fukushima Daiichi, die durch das Erdbeben und den Tsunami von 2011 im Nordosten Japans schwer beschädigt wurden.

Der jährliche Bericht, der von der Japan Atomic Energy Commission verabschiedet wurde, fordert die Energieversorger nachdrücklich auf, aus Beispielen aus den USA und Europa zu lernen, insbesondere an Beispielen aus Deutschland und Frankreich. Japan hat die Stilllegung von Reaktoren noch nicht beschlossen, da es keine konkreten Pläne für die Endlagerung der radioaktiven Abfälle gibt.

„Angesichts der weiteren Zunahme stillgelegter kerntechnischer Anlagen müssen neue Technologien und Systeme entwickelt werden, um die Aufgaben effizient und reibungslos ausführen zu können“, heißt es in dem Bericht.

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Japanische Energieversorger haben sich dafür entschieden, alte Reaktoren zu verschrotten, anstatt in Sicherheitsanforderungen, die nach Fukushima festgelegt wurden, zu investieren. Die Stilllegung eines typischen Reaktors kostet fast 60 Milliarden Yen und dauert mehrere Jahrzehnte.

Grundlagenforschung im Bereich Kernenergie könnte ins Stocken geraten

Unter Verfügung auf den Plan der japanischen Atomenergiebehörde, etwa die Hälfte ihrer 79 Forschungsreaktoren zu verschrotten, äußerte man sich im Bericht besorgt, dass so die Grundlagenforschung im Bereich Kernenergie geschwächt werden wird.

Vor der Katastrophe von Fukushima verfügte Japan über 60 kommerzielle Reaktoren, mit denen rund 25 Prozent des Energiebedarfs des Landes gedeckt wurden.

Zwar fördert die japanische Regierung die Kernenergie, aber es werden nur wenige Reaktoren wieder hochgefahren. Das liegt insbesondere daran, dass die Atomaufsichtsbehörde sich Zeit für die Überprüfungen lässt. Außerdem ist die Stimmung in der japanischen Öffentlichkeit gegen Atomkraftwerke schlecht und erschwert es den Betreibern, ihre Anlagen wieder hochzufahren.

Kosten für den Rückbau von Atomreaktoren werden unterschätzt

Seit dem Unfall in Fukushima wurden nur neun Reaktoren in Japan wieder in Betrieb genommen, was etwa 3 Prozent der Energieversorgung des Landes ausmacht, verglichen mit dem ehrgeizigen Ziel der japanischen Regierung von 20 bis 22 Prozent.

Im Juli kündigte die Tokyo Electric Power Holdings Co. (TEPCO) an, alle vier Reaktoren in ihrem zweiten Werk in Fukushima Daini, stillzulegen, nachdem Einwohner sich für die Stilllegung ausgesprochen hatten.

Laut TEPCO würde die Stilllegung von Fukushima Daiichi allein 410 Milliarden Yen kosten und vier Jahrzehnte dauern. Experten haben jedoch Bedenken geäußert, ob diese Schätzungen für ein Unternehmen realistisch sind, das bereits mit der laufenden Sanierung des zerstörten Fukushima-Werks zu kämpfen hat. Der Abriss von Fukushima Daiichi wird schätzungsweise 8 Billionen Yen kosten.

Quelle: MA

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