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Sanktionen sind weiterhin nicht geplant

Japan fordert Myanmar zu Gesprächen auf

In Myanmar hat sich Wochen nach dem Militärputsch die Lage für die Menschen weiter verschlechtert und die Todeszahlen unter den Demonstranten steigen weiter an. Japan fordert das Land deswegen nun direkt zum Dialog auf, um die Situation zu entschärfen.

Außenminister Toshimitsu Motegi gab am Freitag bekannt, dass Japan das Militär und die Demonstranten zu gemeinsamen Gesprächen auffordert. Sie sollen so die Konflikte und anhaltenden Unruhen beenden.

Konflikt in Myanmar lässt sich nur mit Gesprächen lösen

Japan bemüht sich laut Motegi darum, dass sich das Militär mit der gestürzten Partei, die von der derzeitig inhaftierten Aung San Suu Kyi geleitet wird, und den militanten Gruppen verschiedener ethnischer Minderheiten zu Gesprächen trifft.

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Während einer Sitzung des Lower House Committee on Foreign Affairs äußerte sich Motegi zu dem Thema Sanktionen. Er erklärte dabei, dass Japan Weichen aufstellen würde, wenn sie eine sofortige Lösung bieten.

Es sei aber nicht so einfach sich für Maßnahmen zu entscheiden, weswegen sie bis jetzt keine Sanktionen ausgesprochen wurden. Motegi betonte dazu, dass es außerdem nicht sinnvoll sei Sanktionen nur zu verhängen, weil andere Länder es auch tun.

Japan verhält sich weiterhin sehr ruhig

Aus dem Grund ruft er eher zu Gesprächen auf, da am Ende die beiden Parteien sowieso den Dialog suchen müssen, um eine Lösung für den Konflikt zu finden. Die internationale Gemeinschaft soll deswegen laut ihm diese Bemühungen unterstützen, statt das Land zu bestrafen.

Japan wird aktuell dafür kritisiert, dass sie nicht wirklich auf die Situation in Myanmar reagieren. Bisher haben sie nur die Hilfsmittel für das Land gestrichen, was sie allerdings nicht als Sanktion bezeichnen. In der Zwischenzeit haben sich mehrere japanische Unternehmen aus dem Land zurückgezogen und ihre Betriebe Vorort geschlossen.

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