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Nach Forderungen von Keidanren

Japan führt den Impfpass ein

Japan will einen sogenannten Impfpass einführen, damit Menschen, die gegen das Coronavirus geimpft wurden, wieder international reisen können.

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Die Pässe sollen in Form einer Smartphone-App zur Verfügung stehen. Reisende müssen am Flughafen einen QR-Code scannen, bevor sie an Bord des Flugzeugs gehen oder einen Flughafen verlassen wollen.

Impfpass soll Japan helfen, die Wirtschaft in Schwung zubringen

Die japanische Regierung erhofft sich so, insbesondere Geschäftsreisen wieder aufnehmen zu können, um die angeschlagene Wirtschaft in Schwung zu bringen.

Japans Minister Taro Kono, der die Impfkampagne des Landes koordiniert, sagte im vergangenen Monat, dass die Regierung über die Einführung nachdenkt, wenn man von anderen Ländern dazu gedrängt wird. In der Vergangenheit hatte er vor der Einführung eines Impfpasses gewarnt, da er befürchtete, dass Mensch, die sich nicht impfen lassen können, diskriminiert werden.

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Um Diskriminierung zu verhindern, sollen Menschen, die sich nicht impfen lassen können, negative PCR-Tests in den Impfpass auszeichnen können.

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Die App wird mit dem Vaccination Record System verknüpft, einer Regierungsdatenbank von Menschen, die Impfungen erhalten haben. Sie könnte auf CommonPass basieren, einer App, die unter Beteiligung des Weltwirtschaftsforums entwickelt wurde.

Das System wurde vor Kurzem von ANA getestet.

Keidanren fordert Regierung auf, ein System einzuführen

Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales und das Außenministerium werden eine zentrale Rolle bei der Ausarbeitung der Details des Systems übernehmen.

Keidanren, die größte Wirtschaftslobby Japans, forderte die japanische Regierung am Montag auf, die Einführung von Impfpässen in Erwägung zu ziehen und verwies auf die Pläne der Europäischen Union, im Juni ein System namens „Digital Green Pass“ zu starten, um Touristen aus dem Ausland den Besuch während der Sommerferien zu ermöglichen.

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Japan erlaubt derzeit nur Staatsbürgern und Ausländern mit Wohnsitz im Ausland sowie Ausländern mit besonderen außergewöhnlichen Umständen die Einreise. Sie müssen negative Coronavirus-Tests vorlegen, die innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft durchgeführt wurden.

Nur wenige Menschen sind bisher in Japan geimpft

Ungefähr 2,3 Millionen Menschen in Japan hatten bis Dienstag mindestens eine Dosis des COVID-19-Impfstoffs erhalten, die meisten von ihnen Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Das sind weniger als 2 Prozent der Bevölkerung, weit weniger als in anderen Ländern wie Israel, Großbritannien und den Vereinigten Staaten.

Weniger als 1 Million Menschen hatten beide erforderlichen Dosen des Impfstoffs von Pfizer/Biontech erhalten, der derzeit als einziger Impfstoff für den Einsatz in Japan zugelassen ist.

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