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Präfekturen bekommen mehr Spielraum

Japan führt trotz steigender Corona-Zahlen keine Beschränkungen ein

Trotz steigender Corona-Zahlen wird es in Japan auch weiterhin keine Beschränkungen des öffentlichen Lebens geben.

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„Wir werden das bestehende System in vollem Umfang einsetzen, um die sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten voranzutreiben“, so Premierminister Fumio Kishida in einem Interview.

Regierung gibt Präfekturen mit Hohen Corona-Zahlen mehr Spielraum

Allerdings kündigte die japanische Regierung an, dass sie einen Rahmen geschaffen hat, der es den Präfekturen ermöglicht, Anträge zur Eindämmung der Corona-Zahlen freier zu stellen.

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Das bedeutet, dass die Präfekturen etwa die Möglichkeit bekommen, Menschen, die ein hohes Risiko haben, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, dazu aufzufordern, zu Hause zu bleiben, sollte die medizinische Versorgung überlastet sein. Zudem können die Präfekturen Unternehmen auffordern, dass sie Homeoffice einführen.

Die Ankündigung erfolgte einen Tag nachdem die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Japan 230.000 überstieg und damit den zweiten Tag in Folge einen neuen Rekord inmitten der siebten Welle der Pandemie markierte.

Gesundheitssystem immer stärker unter Druck

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Am Freitag wurden landesweit 221.443 Infektionen gezählt, wobei allein Tokyo 36.814  meldete. Der gleitende Sieben-Tage-Durchschnitt der Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt liegt bei 31.578 pro Tag und damit um 49,7 Prozent höher als in der Vorwoche.

Auch andere Präfekturen melden eine Rekordzahl an Neuinfektionen, allen voran Okinawa und Osaka, wo die Situation im Gesundheitssystem mittlerweile wieder sehr angespannt ist.

Nach einer Erhebung des Kabinettssekretariats vom Mittwoch lag die Auslastung der ausgewiesenen Krankenhausbetten in 19 der 47 Präfekturen Japans bei über 50 Prozent,  ein Schwellenwert, der auf eine Überlastung des Gesundheitssystems hinweist.

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