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Japan gedenkt in Schweigeminute den zahlreichen Opfern der Tragödie vom 11. März 2011

Ganz Japan hat gestern, am 11. März um 14:46 Uhr, die Köpfe gesenkt und ein Gebet gesprochen, um den Opfern der Tragödie von vor 7 Jahren zu gedenken.

Gestern vor genau sieben Jahren verursachte ein Erdbeben der Stärke 9,0 vor Tohoku einen verheerenden Tsunami, der unzählige Regionen überschwemmte und auch die Atomkatastrophe von Fukushima auslöste. Nun gedachten die Menschen den Opfern der Katastrophe und versammelten sich an den Stränden, den beschädigten Schulgebäuden, an Denkmälern der Opfer oder in der Nähe von Orten, die wegen der Atomkatastrophe nicht mehr zugänglich waren.

Und auch in Tokyo fand anlässlich des siebten Jahrestages eine Gedenkfeier statt. Neben 870 betroffenen Menschen nahmen auch Premierminister Shinzo Abe, Prinz Fumihito und dessen Frau, Prinzessin Kiko, an der Veranstaltung teil.

Andere Angehörige in Onagawa, Präfektur Miyagi, gedachten den Opfern, indem sie auf das Meer hinausfuhren und sowohl Blumen als auch andere Gegenstände wie Luftballons ins Meer warfen. So wollten sie Kontakt zu ihren Verstorbenen aufnehmen. Eine Familie, die in Ishinomaki wohnt, wollte so mit ihrer Tochter Emi sprechen, deren Überreste sie in der Bucht von Onagawa vermuten.

Die 26-jährige Angestellte einer lokalen Bank verschwand nach dem Tsunami, nachdem sie und ihre Kollegen auf dem Bankgebäude Zuflucht gesucht hatten. Der Vater der Vermissten, ein zertifizierter Taucher, durchsucht die Bucht fast wöchentlich nach Anzeichen ihres Aufenthaltsortes und berichtete, dass es viele zerstörte Fahrzeuge im Meer gibt. Dennoch ist er entschlossen, etwas von seiner Tochter zu finden. Unter den trauernden Verwandten auf den Booten vor Onagawa befand sich auch eine Mutter aus Osaka, deren 25-jähriger Sohn Kenta ebenfalls Angestellter derselben Bank war und dessen Leiche im Meer vor Onagawa gefunden wurde.

Auch Abe sprach auf einer Trauerfeier in Tokyo und drängte darauf, dass er und seine Regierung ein Japan bauen werden, das Naturkatastrophen widerstehen kann. Gleichzeitig will er die Evakuierungsanordnungen für Gemeinden, die vom Fukushima-Atomunfall betroffen sind, zügig ändern. Prinz Fumihito äußerte sich besorgt während seiner Ansprache über den physischen und psychischen Gesundheitszustand älterer Menschen und anderer Evakuierter, nachdem die Evakuierung verlängert wurde.

Doch auch die Familienmitglieder von Verstorbenen der drei am stärksten betroffenen Präfekturen Miyagi, Iwate und Fukushima sprachen über ihre Erfahrungen während der Zeremonie. Die Katastrophe kostete 15.895 Menschen das Leben, 2.539 Menschen werden bis heute vermisst und 3.647 Menschen sind nach Angaben der Regierung an den Folgen einer mit der Katastrophe zusammenhängenden Ursache verstorben.

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