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HomeNachrichten aus JapanJapan gedenkt zum 26. Jahrestag den Opfern des großen Hanshin Erdbebens

Mehrere Veranstaltungen werden abgesagt

Japan gedenkt zum 26. Jahrestag den Opfern des großen Hanshin Erdbebens

Eine der schlimmsten Naturkatastrophen in Japan war 1995 das große Hanshin Erdbeben, das vor allem die Stadt Kobe traf. Am Sonntag jährte sich das Ereignis zum 26. Mal und auf Gedenkveranstaltungen wurde den Toten gedacht, die wegen Covid-19 nur in kleinem Maße stattfanden.

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Eine der größten Gedenkveranstaltungen fand in einem der Parks von Kobe statt. Da in der Präfektur Hyogo wegen Covid-19 zurzeit der Ausnahmezustand herrscht, wurde die Veranstaltung verkleinert. Hinterbliebene und anderen Person versammelten sich, um für die Opfer zu beten.

Erdbeben kostet mehr als 6.000 Menschen das Leben

Im Park selbst waren Papierlaternen aufgestellt, auf denen „1.17“ und „Gebt nicht auf“ stand, um den Menschen in der Pandemie Mut zu machen. Die Laternen wurden dabei bereits einen halben Tag früher angezündet, um große Menschenmassen zu verhindern. Um 5:46 Uhr gab es zusätzlich eine gemeinsame Schweigeminute.

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Um die Uhrzeit traf damals am 17. Januar das Beben der Stärke 7,3 die Stadt. Durch zahlreiche eingestürzte Gebäude und ein großes Feuer starben nach nur wenigen Stunden bereits 2.500 Menschen. Insgesamt verloren 6.434 Menschen durch das Beben ihr Leben und 43,792 Personen wurden verletzt.

Hinterblieben beten für Familienmitglieder

Bei einer anderen Veranstaltung der Stadtregierung war Midori Kaga, eine 65 Jahre alte Meisterin des klassischen japanischen Tanzes, als Vertreterin der Hinterbliebenen eingeladen. Auf die Gedenkbotschaft für ihre Tochter, die damals mit sechs Jahren beim Erdbeben starb, verzichtete sie wegen der Coronamaßnahmen.

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Stattdessen wurde die Rede auf der Webseite von Kobe veröffentlicht. Gegenüber Reportern erklärte Kaga, dass sie dafür gebeten hat, dass die Seele ihrer Tochter in Frieden ruht. Ebenfalls hat sie ihre Tochter darum gebeten in dieser schwierigen Zeit über sie zu wachen.

Weniger Gedenkveranstaltungen wegen Covid-19

Wegen der Pandemie mussten viele der Veranstaltungen verkleinert. Trotzdem nahmen an der Gedenkfeier einer Bürgergruppe immer noch etwa 70 Prozent der durchschnittlichen Teilnehmer teil. Ein Event zum Ablaufen einer Notevaluierungsroute wurde von der Präfekturregierung hingegen ganz abgesagt.

Insgesamt gab es wohl bis zu 42 Prozent weniger Veranstaltungen als im Vorjahr. Viele nutzen die Erinnerung an das Beben, um an die Dinge zu erinnern, die dadurch gelernt wurden. Verschiedene Projekte sollen helfen, dass die Menschen auf das nächste große Beben vorbereitet sind.

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