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Taxiunternehmen soll angeklagt werden

Japan geht erstmals gegen illegales Tuk-Tuk-Taxi vor

In Japan sind Taxis eines der wichtigsten Verkehrsmittel, um schnell von A nach B zu kommen. Es gibt dabei auch mittlerweile sogenannte Tuk-Tuks, die vor allem in Indien zu finden sind. Jetzt soll erstmals ein illegaler motorischer Rikscha-Fahrdienst in Japan vor Gericht landen.

Am Donnerstag wurde bestätigt, dass der Chef eines Taxidienstes und seine Firma an die Staatsanwaltschaft weitergereicht wurden. Dem Unternehmen in Yokohama wird vorgeworfen, dass sie einen nicht lizenzierten Fahrdienst mit einem Tuk-Tuk betrieben haben.

Taxidienste sind nur mit Genehmigung erlaubt

Der 49 Jahre alte Präsident der Firma gab bereits gegenüber der Polizei von Kanagwa zu, dass sie gegen das Straßenverkehrsgesetz verstoßen haben und er keine Lizenz besitzt. Zwischen dem 7. August und den 14. Oktober 2020 soll das Unternehmen neun Gruppen transportiert haben, ohne eine Erlaubnis als Taxidienst zu haben. Ob der Besitzer deswegen bereits festgenommen wurde, ist nicht bekannt.

Mehr zum Thema:  Selbstfahrendes Taxi wird in Tokyo getestet

In Japan benötigen alle kommerziellen Taxiunternehmen eine offizielle Genehmigung der Regierung, um ihren Betrieb aufnehmen zu dürfen. Illegale Taxis werden dabei immer mehr ein Problem in Japan, was besonders an den hohen Fahrtarifen liegt.

Firmenchef fuhr das Tuk-Tuk selbst

Der Verdacht des illegalen Betriebs des Tuk-Tuks kam dabei bereits vergangenen Juli auf. Die Polizei hatte in einen anderen Fall Untersuchungen durchgeführt und dabei das Tuk-Tuk mit Passagieren gesehen. Nach bisherigen Ermittlungen soll der Unternehmenspräsident immer selbst das Tuk-Tuk gefahren und für eine 30-minütige Tour durch Yokohama um die 51,59 Euro genommen haben. Im Preis war auch ein Foto vor Sehenswürdigkeiten der Stadt enthalten.

Der allgemeine Umsatz des Fahrdienstes soll sich von September 2018 bis November 2020 auf 31.767,18 Euro belaufen. Davon dürfte im Fall eines Schuldspruchs vor Gericht nicht mehr viel übrig bleiben, da dem Unternehmen wegen des Vergehens eine hohe Geldstrafe droht.

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