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Japan gerät wegen Verkauf von Walfleisch einer gefährdeten Art unter Druck

Massive Konsequenzen bei weiteren Verstößen drohen

Seit Juli betreibt Japan wieder aktiv kommerziellen Walfang. Das sorgte schon vorab international für viel Kritik. Nun gibt es erneut Druck von anderen Ländern, da Japan Walfleisch von der gefährdeten Seiwal-Art verkauft.

Das Komitee des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten wildlebenden Tier- und Pflanzenarten (CITES) wirft Japan einen Verstoß gegen das Wildtierabkommen vor. Zwar bestätigte man am Freitag bei einer Sitzung des Komitees in Genf, dass sie keine gefährdeten Seiwale in den internationalen Gewässern fangen, jedoch verkaufen sie weiterhin ihr Fleisch von früheren Fängen.

CITES ermahnte Japan schon letzten Oktober, dass sie mit dem Verkauf gegen das Abkommen verstoßen. Sie forderten sie deswegen auf, das sofort zu beheben, ansonsten drohen Sanktionen im Handel. Bis jetzt reagierte das Land jedoch nicht darauf und unternahm nichts gegen den Verkauf.

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Das zuständige Gremium wies die Behauptung von Japan zurück, dass sie 1.500 Seiwale nur für die Wissenschaft fingen. Sie konnten eindeutig belegen, dass sie Tiere seit 2002 töteten, um sie kommerziell zu verkaufen. Ein internationaler Handel ist laut dem Abkommen streng verboten und ein Verstoß.

Japan versucht hingegen den Vorwurf runterzuspielen. Schon einen Tag vor dem Treffen gab ein Mitglied der Delegation an, dass die Angelegenheit für sie als abgeschlossen betrachtet wird. Viele der 183 Länder, die Teil der Konferenz und des Vertrags sind, sahen das jedoch anders. Die Europäische Union, Israel, Niger, Peru und die USA zeigten sich schockiert, das Japan weiter Walfleisch von 16 Jahren verkauft und sogar importiert. Alleine 2018 landeten 1.500 Tonnen von 131 gefährdeten Walen im Handel und Restaurants.

Diskussion zur Beschlagnahmung verschoben

Niger schlug vor, die Vorräte zu beschlagnahmen und zu vernichten, wenn sich weiterer Handel mit gefährdeten Arten herausstellen sollte. Die Europäische Union stimmte dem zu und begründete sie mit dem achten Artikel. Der besagt, dass eine Beschlagnahmung bei einem Verstoß erlaubt ist.

Japan hatte jedoch bei der diesjährigen Sitzung Glück und das Komitee entschied, die Diskussion zur Beschlagnahmung zu verschieben. Juan Carlos Vasquez erklärte, dass das Thema komplex ist und eine lange Debatte auslöst. Er findet es deswegen nicht gerecht, den Bestand sofort zu beschlagnahmen. Schließlich war ein wissenschaftliches Institut für den Fang zuständig und nicht eine kriminelle Organisation, wie beim Elfenbein.

Gleichzeitig soll die Nation umgehend den aktuellen Vorrat an Seiwal berichten. Alles soll verfolgt, registriert und kontrolliert werden. Japan selbst behauptet, dass sie schon seit Oktober versuchen die Forderung umzusetzen, scheut jedoch vor einer rückwirkenden Umsetzung. Seit diesem Jahr befindet sich die Nation nicht mehr in der internationalen Walfangkommission und muss sich deswegen nicht an die Regelung halten. Die Fangquote für dieses Jahr liegt bei 227 Walen, darunter 25 Seiwale. Ob Japan sie trotz Versprechen fängt, zeigt sich in der Zukunft. Sollten sie jedoch erneut gegen das Abkommen verstoßen, könnte es massive Konsequenzen haben.

Quelle: JP

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