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Anleihen unterstützen Entwicklungsländer

Japan gibt zum ersten Mal Geschlechteranleihen aus

Kyodo: Japan verspricht schon lange, dass sie mehr für die Gleichberechtigung der Geschlechter tun wollen. Aber erst seit einigen Jahren bemüht man sich auch wirklich um die Umsetzung. Nun hat die Regierung zum ersten Mal sogenannte Geschlechteranleihen ausgegeben.

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Die Japan International Cooperation Agency (JICA) gab am Montag die ersten Anleihen aus, welch die Bildung von Frauen und Geschlechtergleichstellung in Entwicklungsländern fördern sollen. Die Regierungsbehörde hat dafür 20 Milliarden Yen (ca. 153.980.000 Euro) in Anleihen beschafft.

Anleihen sollen Frauen unterstützen

Mit einer Laufzeit von zehn bis 20 Jahren will man mit dem Geld Projekte in den anderen Ländern finanzieren. Dabei soll vor allem in Regionen geholfen werden, wo Frauen keine gleiche Chance auf Bildung, Arbeit und politischen Aktivitäten wie die Männer haben.

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Die Bonds sind dabei ein Teil der Sozialanleihen, die genutzt werden, um verschiedene soziale Probleme zu bekämpfen. Die Gleichstellung der Geschlechter gehört dabei zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, die auch Japan umsetzten will.

JICA unterstützt auch andere Projekte

JICA betont dabei, wie wichtig die Bonds sind. Frauen benötigen gerade in der Pandemie mehr Hilfe, da sie öfter Opfer von häuslicher Gewalt werden und nicht die gleichen Beschäftigungs- oder Bildungschancen wie Männer haben. Auch in Japan wurde ein durch die Pandemie bedingter Anstieg der Gewalt festgestellt.

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Die Hilfsbehörde verwendet auch noch andere Anleihen, die sogenannten „TICAD Bonds“. Mit denen wollen sie unter anderem die Entwicklung in afrikanischen Ländern im Rahmen der Tokyo International Conference on African Development fördern. Auch wurden Anleihen ausgegeben, um medizinischen Systeme und die öffentliche Gesundheit in Entwicklungsländern zu verbessern.

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