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Überraschender Eingriff

Japan greift seit 24 Jahren wieder in den Devisenmarkt ein

Die japanische Regierung hat wegen des Kursverfalls des Yen zum ersten Mal seit 24 Jahren in den Devisenmarkt eingegriffen, um die Landeswährung zu stützen.

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Der Eingriff erfolgte, nachdem die Regierung aufgefordert wurde, etwas gegen die negativen Auswirkungen des Kursverfalls zu unternehmen, um die Auswirkungen der Preiserhöhungen auf die Haushalte und Wirtschaft abzufedern.

Japan könnte jederzeit wieder in den Devisenmarkt eingreifen

Am Donnerstag sagte Japans Finanzminister Shunichi Suzuki auf einer Pressekonferenz, dass die Regierung in den Devisenmarkt eingegriffen habe, um die volatilen Marktbewegungen einzudämmen, ohne jedoch den genauen Zeitpunkt der Maßnahme zu nennen.

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Suzuki sagte nicht, ob Japan einseitig in den Devisenmarkt eingegriffen hat, betonte aber, dass die Regierung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt sich bemühte, von anderen Ländern Verständnis für die Intervention zu erhalten.

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„Die Yen-Kaufaktion hat eine gewisse Wirkung gezeigt“, so Suzuki. Er versprach, dass die Regierung engen Kontakt mit der Bank of Japan halten werde, um geeignete Maßnahmen zur Eindämmung der Schwankungen am Devisenmarkt zu ergreifen.

Japans Premierminister sagte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in New York nach seiner Teilnahme an der UN-Generalversammlung, Japan werde weiterhin entschiedene Schritte gegen übermäßige Währungsbewegungen unternehmen, was darauf hindeutet, dass die Regierung gegebenenfalls erneut in den Markt eingreifen könnte.

Bank of Japan bleibt bei ihrer Zinspolitik

Am Donnerstag kündigte die Bank of Japan an, wie allgemein erwartet, an ihrer ultraniedrigen Zinspolitik festzuhalten, um die der Pandemie heimgesuchte Wirtschaft zu stützen.

Der Dollar fiel am Donnerstag von einem 24-Jahres-Hoch bei 146 Yen kurzzeitig unter 141 Yen, nachdem die Regierung in den Markt eingegriffen hatte, um den Kursverfall des Yen aufzuhalten.

Analysten gehen allerdings davon aus, dass dieser Effekt nur kurzfristig sein wird und der Eingriff in den Devisenmarkt durch die japanische Regierung keine längerfristigen Auswirkungen haben wird.

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