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Japan: Haftstrafe für tödlichen Unfall durch Pokémon GO am Steuer

Ein 39-jähriger Autofahrer aus Japan erhielt nun eine 14-monatige Haftstrafe, da er Pokémon GO am Steuer spielte und dadurch einen fatalen Unfall verursachte.

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Der Angeklagte Goo Keiji wurde fahrlässiger Tötung beschuldigt, als er am Steuer seines Wagens zwei Frauen erfasst hat. Goo achtete nicht auf seine Umgebung, da er während der Fahrt das mobile Smartphone-Spiel Pokémon GO spielte. Eine der beiden Frauen erlag ihren Verletzungen und verstarb.

Das Urteil wurde am Montag im Tokushima Amtsgericht vom Richter Arai Tomoya verkündet. Der Unfall ereignete sich bereits im August in der Stadt Tokushima auf der Insel Shikoku. Die zwei Frauen wurden beim Überqueren einer Kreuzung vom 39-jährigen Angeklagten erfasst.

Die Staatsanwaltschaft verlangte 20 Monate Haft für den beruflichen Landwirt. Letzten Endes erhielt Goo eine Gefängnisstrafe von 14 Monaten ohne Unterbrechung. Richter Arai sagte, dass der Angeklagte den Bildschirm seines Smartphones regelmäßig kontrollierte. Dadurch handelte er stark unachtsam. Vom Straßenverkehr abgelenkt bemerkte er die Frauen nicht, bis es zum Unfall kam.

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Es handelte sich dabei um den ersten fatalen Verkehrsunfall in Japan, in der das populäre App-Spiel involviert war. Bereits vorher gab es mehrere Meldungen von  Unfällen in Verbindung mit Pokémon GO, jedoch ohne schwerwiegende Folgen.

Trotz Warnhinweise seitens der App-Hersteller häufen sich jedoch nun auch ernstere Fälle. Vergangene Woche verunglückte ein Grundschüler in der Präfektur Aichi tödlich, als er von einem LKW-Fahrer erfasst wurde, der angeblich vom gleichen Spiel abgelenkt war.

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