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Nach viel Kritik

Japan hebt am 1. September das Einreiseverbot für ausländische Einwohner auf

Die japanische Regierung gab am Freitag bekannt, dass sie ab dem 1. September das Einreiseverbot für ausländische Einwohner aufheben wird.

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Damit reagiert die Regierung auf die große Kritik verschiedener Organisationen, die das Einreiseverbot als diskriminierend bezeichnet haben.

2,4 Millionen Menschen können wieder nach Japan einreisen

Die Aufhebung bedeutet, dass rund 2,4 Millionen Ausländer, darunter dauerhafte Einwohner, Geschäftsleute, Studenten und deren Familien, wieder nach Japan einreisen können.

Rund 29.000 Ausländer, die Japan bereits in Länder und Regionen verlassen haben, die nach dem 3. April als Gebiete mit Einreiseverweigerung ausgewiesen wurden, dürfen ebenfalls zurückkehren.

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Gegenwärtig ist die Wiedereinreise von Ausländern nur denjenigen gestattet, die Japan vor dem 3. April verlassen haben, selbst wenn sie einen Aufenthaltsstatus haben, Ausnahme bildet nur die Ausreise wegen besonderen Ausnahmesituationen, wie dem Tod eines Familienmitglieds.

Zurückkehrende Einwohner müssen sich innerhalb von 72 Stunden vor der Ausreise nach Japan einem Polymerase-Kettenreaktionstest unterziehen und das Ergebnis den Behörden bei der Ankunft mitteilen.

Wenn der Test darauf hinweist, dass sie mit dem Coronavirus infiziert sind, wird ihnen nach Angaben von Regierungsbeamten die Einreise verweigert.

Wenn ihnen die Einreise nach Japan gestattet wird, müssen sie sich zwei Wochen lang in Quarantäne begeben, um ihren Gesundheitszustand zu überwachen, und während dieser Zeit auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel verzichten.

Einreiseverbot für Menschen aus 146 Ländern

Bis die Regelung in Kraft tritt, wird Japan weiterhin grundsätzlich allen ausländischen Staatsangehörigen die Einreise verweigern, die kürzlich in einem von 146 Ländern und Regionen, einschließlich der Vereinigten Staaten, Chinas und ganz Europas, gewesen sind.

Die Aufhebung der Restriktionen soll für ausländische Einwohner die Situation für viele Menschen erleichtern, die durch das Einreiseverbot ihre Familien nicht sehen könnten oder in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.

Viele Menschen haben über soziale Medien ihrer Frustration Luft gemacht, auch Organisationen und Wirtschaftsverbände haben Erklärungen herausgegeben, in denen eine Aufhebung des Einreiseverbotes gefordert wurde.

Bezüglich der Einreise von Touristen hält das Land allerdings an dem Einreiseverbot fest.

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