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Ehemalige Einwohner dürfen wieder zurück

Japan hebt Evakuierungsanordnung für einen Teil der Stadt Okuma auf

Japan hat beschlossen, die Evakuierungsanordnung für einen Teil der Stadt Okuma in der Präfektur Fukushima, 11 Jahre nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi, aufzuheben. In der Stadt befindet sich das Atomkraftwerk.

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Damit können die ehemaligen Einwohner das erste Mal seit der Katastrophe wieder nach Hause zurückkehren. Bereits 2019 wurde das Rathaus der Stadt wiedereröffnet.

Evakuierungsanordnung wird am Donnerstag aufgehoben

Die Evakuierungsanordnung in einer als zum Wiederaufbau und zur Wiederbelebung geeigneten Zone in Okuma werden am Donnerstag um 9 Uhr aufgehoben. Es ist das erste Mal, dass für eine Gemeinde, in der sich das Atomkraftwerk befindet, eine Aufhebung erfolgt.

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„Die Aufhebung der Beschränkungen für ein Gebiet, das vor der Katastrophe das Stadtzentrum Okumas war, ist ein wichtiger erster Schritt zum Wiederaufbau“, so Koichi Hagiuda, Minister für Wirtschafts-, Handels- und Industrie. „Wir werden ein Umfeld schaffen, in dem die Bewohner ohne Sorgen nach Hause zurückkehren können.“

Nachdem durch die Dekontaminations-Arbeiten die Strahlungswerte gesenkt wurden und die Infrastruktur in Okuma einigermaßen wieder hergestellt wurde, gilt die Aufhebung für das 8,6 Quadratmeter große Stadtzentrum. Bereits seit Dezember dürfen die ehemaligen Einwohner in dem Gebiet für kurze Zeit übernachten, um ihre Rückkehr vorzubereiten.

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Auch in der Stadt Futaba, die ebenfalls am Kraftwerk Fukushima Daiichi liegt, werden alle Einschränkungen in der festgelegten Basiszone für Wiederaufbau und Revitalisierung voraussichtlich bald aufgehoben. Die Evakuierungsanordnung wurde bereits im März 2020 aufgehoben, seitdem dürfen ehemalige Einwohner dort zeitweise übernachten.

Weitere Aufhebungen sollen im Frühjahr folgen

Okuma wird nach dem Dorf Katsurao die zweite Gemeinde in der Präfektur Fukushima sein, in der die Menschen in ein Gebiet zurückkehren, das aufgrund der hohen Strahlungswerte als vermutlich unbewohnbar eingestuft wurde. Die Beschränkungen für einen Teil des Dorfes Katsurao wurden am 12. Juni aufgehoben.

Die Einschränkungen gelten weiterhin für die Städte Tomioka, Namie und Iitate. Ab kommenden Frühjahr plant die japanische Regierung, die Gemeinden ebenfalls für ehemalige Bewohner wieder freizugeben.

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