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Japan holt Staatsangehörige, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, aus Wuhan

Auch mehrere japanische Unternehmen holen Angestellte zurück

Japan will ab Dienstag Staatsbürger, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, aus der chinesischen Stadt Wuhan via Flugzeug abholen.

Die japanische Regierung plant, das Flugzeug mehrmals zwischen dem Flughafen Narita in der Nähe von Tokyo nach Wuhan in die Provinz Hubei fliegen zu lassen. Laut eines Sprechers der Regierung kann das Flugzeug auch Hilfsgüter liefern, sollte China darum bitten.

710 Staatsangehörige sind zurzeit in Wuhan

Laut der japanischen Regierung waren am Freitag etwa 710 Japaner in der Provinz Hubei unterwegs. Außenminister Toshimitsu Motegi sagte am Montag vor einem parlamentarischen Gremium, Tokyo habe bestätigt, dass in der Provinz etwa 560 Japaner leben.

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All Nippon Airways (ANA) gab vergangene Woche bekannt, dass das Unternehmen alle Flüge zwischen Wuhan, wo der Coronavirus ausgebrochen ist, und Narita im Januar einstellen werden.

Direktflüge verbinden Wuhan mit rund 50 Städten der Welt, darunter auch Tokyo und Osaka.

Unternehmen holen Japaner wieder zurück ins Land

Honda Motor Co., die drei Werke in Wuhan betreiben, kündigte an, dass sie rund 30 Mitarbeiter wieder nach Japan zurückholen werden.

Einige Mitarbeiter des Unternehmens werden in der Stadt bleiben, um sich um die Anlagen zu kümmern, die wegen der Neujahrsfeiertage in China nicht in Betrieb sind. Unklar ist allerdings, ob die Werke nach der Pause wieder in den Betrieb genommen werden.

Wuhan ist bekannt für seine Automobilindustrie. Neben Honda hat auch Nissan ein Werk in der Stadt.

Ein Sprecher der japanischen Einzelhandelskette Aeon Co., die ein Einkaufszentrum in Wuhan betreibt, sagte, das Unternehmen werde einige der 12 japanischen Mitarbeiter mit dem von der Regierung gecharterten Flug evakuieren. Die Familien der Mitarbeiter seien bereits nach Japan zurückgekehrt, teilte das Unternehmen mit.

Mit dem Halbleiterhersteller Tokyo Electron Ltd. und dem Logistikunternehmen Nippon Express Co. haben weitere japanische Unternehmen ähnliche Notfallmaßnahmen angekündigt.

Öffentliche Mittel für die Behandlung bereits gestellt

Die Stadtverwaltung von Tokyo hat für diejenigen, die mit dem Flugzeug der Regierung zurück nach Japan kommen, angekündigt, dass sie eine Gesundheitsberatung in Krankenhäusern anbieten wird.

Premierminister Shinzo Abe sagte, die japanische Regierung werde die durch das neue Coronavirus verursachte Lungenentzündung als spezielle Infektionskrankheit ausweisen, um Patienten mit öffentlichen Mitteln eine dringende Behandlung zu ermöglichen.

Laut der chinesischen Regierung gibt es in China mehr als 2.700 bestätigte Fälle von durch den Coronavirus verursachter Lungenentzündung und mindestens 80 Todesfälle. Über 460 Patienten sind in einem kritischen Zustand.

Die Behörden in China verhängten für die Stadt eine Quarantäne als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Virus.

Kyodo

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