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Bis jetzt gibt es keine Informationen von der Regierung, die wohl noch immer die Überreste hat

Japan identifiziert Kriegstote aus Russland falsch

Seit Jahren bemüht sich Japan Kriegstote aus dem Zweiten Weltkrieg zu finden, zu identifizieren und nach Hause zu bringen. 2014 barg die Regierung mehrere Tote in Sibirien. Nun stellte sich jedoch per DNA-Test heraus, dass es sich gar nicht um Japaner handelt und dass das zuständige Ministerium den Fehler bis jetzt nicht meldete.

2014 barg ein Team 16 Überreste, bei denen es angeblich um japanische Soldaten. Sie sollten zu den 50.000 Japanern gehören, die in den Arbeitslagern der Sowjetunion starben. Die Suche nach den Überresten übernahm das japanische Gesundheitsministerium. Bei 14 der gefunden Kriegstoten handelt es sich laut einen Experten nun jedoch nicht um Japaner.

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Schon vor einem Jahr im August benachrichtige der Experte das Ministerium, um sie über den Fehler zu informieren. Über einen DNA-Test konnte er bestätigen, dass es sie nicht um Japaner handelt. Bis jetzt veröffentlichte das Ministerium den Fehler allerdings nicht. Letzten August gab es jedoch schon eine Sitzung zu dem Ergebnis, die allerdings hinter verschlossenen Türen stattfand.

Der Experte drängt deswegen mittlerweile die Regierung, die falschen Überreste wieder zurück an Russland zu geben. Auf die Anfrage für ein Interview von NHK, reagierte das Ministerium bis jetzt nicht. Aus dem Grund ist nicht klar, wie der aktuelle Status der Überreste ist, lässt sich nicht sagen. Ebenfalls gibt es keine Bestätigung, was die richtige Herkunft der 14 Leichname ist.

Nicht das erste Mal, dass es zu so einem Fehler kommt

Seit 1991 gelang es Japan 22.000 Kriegstote aus Russland zu bergen. Eine große Hilfe dabei waren vor allem die Bestattungsunterlagen. Mithilfe von Karten der russischen Regierung und lokalen Aussagen fand das Team 2014 ebenfalls die Stelle, wo die angeblichen Japaner lagen. Mit der Erlaubnis des lokalen Friedhofs durften sie anschließend die angeblichen Japaner ausgraben und mitnehmen. Zu dem Zeitpunkt war jedoch kein DNA-Experte vor Ort oder allgemein Mitglied im Team. So könnte bei den Ausgrabungen niemand prüfen, ob es sich wirklich um Japaner handelt.

Es ist dabei nicht das erste Mal, dass Japan so einen Fauxpas unterläuft. Ebenfalls gab es schon Probleme mit Überresten von den Philippinen, die oft schwer zu identifizieren sind. 2012 wiesen Experten gleichermaßen mit einem DNA-Test nach, dass einige der gefundenen Kriegstoten nicht Japaner sind. Zu dem Zeitpunkt informierte das Ministerium ebenfalls nicht die Öffentlichkeit. Erst nach einem Bericht von NHK gaben sie den Fehler zu.

Quelle: NHK

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