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Japan und seine Casino-Pläne

Japan im Fokus der Casino-Welt!

Das Glücksspiel ist in Asien weitverbreitet und schon seit vielen Jahrhunderten Tradition. Japan war bis jetzt immer die große Ausnahme.

Doch das sollte sich ändern, denn die japanische Regierung will Casino-Resorts aufbauen, um den Tourismus weiter zu fördern.

Hat sich seit 2018 in der japanischen Casino-Welt etwas geändert?

Die Lizenzen sollten sich auf drei beschränken und nur für Casino Resorts in Yokohama, Tokyo und Osaka ausgegeben werden. Die japanische Regierung hat 2020 ein Casino Komitee (Casino Administration Committee) eingesetzt.

Dieses soll die Resorts überwachen und leiten. Las Vegas Sands hat sich schon zurückgezogen, und zwar noch vor der endgültigen Vergabe. Sands Vorsitzender, Sheldon Adelson, meinte, die Latte an Vorgaben sei viel zu hoch und nicht zu schaffen. Dagegen hielt Takashi Kiso, der CEO einer internationalen Casino-Beraterfirma, dass Sands Rückzug so gewertet wird, dass der japanische Markt nicht profitabel genug sei.

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Die Antwort wird sein, dass auch die anderen Bieter ihre Gebote vermindern werden. Darüber hinaus werden die japanischen Lizenzen für 10 Jahre mit einer 7-jährigen Probezeit vergeben. Im Vergleich zu Japan werden in Macao Lizenzen für 20 Jahre vergeben.

Die LVS leitet die Marina Bay Sands in Singapore und war für die Konzession in Yokohama bestimmt gewesen. Weitere Kandidaten sind die Melco Resorts & Entertainment, Galaxy Entertainment in Hongkong sowie die U.S.-basierte Wynn Resorts. Wynn wollte nichts mehr kommentieren.

MGM Resorts spekuliert auf den Standort Osaka, nachdem sich Wynn und andere bereits zurückgezogen haben.

Wie sieht die Situation nun generell in Japan aus?

Auch wenn der Buddhismus Glücksspiel verbietet, spielen die Japaner selbst sehr gerne und sehr viel, aber nicht um Geld und nicht in Casinos.

Einige wenige Spiele sind auch offiziell erlaubt, wie zum Beispiel Sportwetten (Sumo), etc. Mahjong zählt zu den beliebtesten Spielen überhaupt und ist in Asien sehr weit verbreitet. Aber wie streng die Regeln sind, zeigt die jüngste Anzeige gegen den Oberstaatsanwalt von Tokyo, Hiromu Kurokawa, wegen illegalem Glücksspiel.

Er spielte zwar regelmäßig illegal mit Journalisten, aber für europäische Verhältnisse um wenig Geld (ca. 80 Euro). Als das bekannt wurde, trat er sofort zurück und es gab keine rechtlichen Konsequenzen.

Dafür wurde er aber von einer Bürgergruppe angezeigt und es wurde Anklage erhoben. „Es kann nicht angehen, dass der Justizminister Japans ein solches Vorgehen des Oberstaatsanwalts duldet. Kurokawa muss sich wie jeder andere Japaner auch für illegales Glücksspiel verantworten.“ (Bürgergruppe).

Darüber hinaus erschüttert ein weiterer Skandal um die bereits erwähnte Lizenzvergabe für die drei Casino Ressorts ganz Japan. Der japanische Abgeordnete Tsukasa Akimoto war anscheinend von einem chinesischen Unternehmen bestochen worden, um eine Lizenz für Japan zu erhalten.

Die Chinesen sind in ganz Asien sehr stark im Glücksspielmarkt präsent. Darüber hinaus ist es üblich, dass, wenn der CEO stirbt, die Lizenz innerhalb der Familie weitergereicht wird. So ist es auch derzeit in Macao, der CEO des größten Lizenzhalters, Ho, ist gerade nach langer Krankheit gestorben.

Nachfolger wurde seine Tochter und ist somit Marktführer in Macao. Im Falle der Bestechungsaffäre rund um die Lizenzvergabe in Japan wurden nun noch weitere fünf Akteure benannt.

Akimoto ließ sich als zuständiger Minister für die Einführung der Casino-Resorts bestechen. Er wurde festgenommen und trat aus der Partei aus. Darüber hinaus kam ebenfalls ans Licht, dass er sich mit dem Abgeordneten Nakazato getroffen hatte, der der besagten chinesischen Firma angehört.

Von diesem erhielt er Geld sowie Eintrittskarten für politische Events. Darüber hinaus war er in dieser Sache öfter in China und ließ sich die Flüge von genannter Firma zahlen. Er bestreitet bis dato alle Anschuldigungen.

Gemeinden und Präfekturen haben bei der Vergabe einiges Mitspracherecht. Die Bürgermeisterin von Osaka sieht darin eine Chance für die Stadt. Ihre Legislaturperiode endet allerdings mit 2021.

Hat sich die Lage für Casinos in Japan 2020 geändert?

Viele Bieter, aber auch Japaner sowie Morgan Stanley, meinen, dass man nicht die goldene Gans schlachten sollte, bevor sie noch Eier gelegt hat.

Die geplanten Casino-Resorts sollen 2026 oder ein bisschen später öffnen. Die Schätzung des Umsatzes für alle drei Standorte pro Jahr beläuft sich auf 15 Milliarden US-Dollar. Japanische Lizenzen sind auf 10 Jahre beschränkt und müssen alle fünf Jahre erneuert werden.

Darüber hinaus wird eine jährliche Glücksspielsteuer von 30 Prozent von den jeweiligen Regierungen erhoben. Damit japanische Bürger vor der Spielsucht geschützt sind, wird von Japanern ein 6.000 Yen Eintrittslimit und ein Maximum von 10 Besuchen pro Monat festgelegt.

Darüber hinaus war auch eine eigene Steuer für Ausländer, die im Ausland leben, gedacht.

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