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Japan: Immer mehr Firmen stellen Ausländer und Menschen mit Behinderung ein

Viele japanische Unternehmen arbeiten daran mehr Ausländer und Menschen mit Behinderung einzustellen. Gründe dafür sind unter anderem Arbeitskräftemangel, die neue Gesetzeslage zur Einstellung von Menschen mit Behinderung und Übersee-Expansion.

Job-Messen für Ausländer und Menschen mit Behinderung

Neben Frauen und Senioren werden ausländische Studenten in Japan seit einiger Zeit verstärkt als potentielle Arbeitskraft angesehen. Zudem wird kommenden April ein überarbeitetes Gesetz in Kraft treten, das Unternehmen dazu verpflichtet Menschen mit Behinderung einzustellen. Um den Arbeitsmarkt vielfältiger zu gestalten, veranstalten schon jetzt mehrere Firmen Job-Messen, die auf die verschiedenen Eigenschaften und Bedürfnisse der potentiellen Angestellten eingehen sollen.

NODE Inc. unterstützt besonders Studenten aus ASEAN Ländern

So organisierte die Personalagentur NODE Inc. Mitte September ein Seminar in Tokyo, das sich an ausländische Studenten und Unternehmen richtete. NODE Inc. konzentriert sich besonders auf junge Menschen aus ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) Ländern. Von allen studentischen Seminarteilnehmern kamen 30 aus ASEAN Ländern, wie Thailand oder Vietnam. Auf der anderen Seite nahmen sieben Unternehmen mit Interesse an ausländischen Angestellten am Seminar teil, unter anderem aus dem Krankenpflege- und Immobilienbereich.

Seit 2014 10 Seminare

Während des Seminars wurden die Arbeitgeber darin geschult, wie man Arbeitserlaubnisse für zukünftige Angestellte erhält und welche Vorteile ausländische Angestellte bieten. Die Studenten erhielten Tipps zu Bewerbungsgesprächen.
Seit Beginn des Projekts in 2014 hat NODE Inc. zehn solcher Seminare gehalten und dabei Studenten aus Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, den Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam eingeladen, sowie interessierte Unternehmen.

14,8 % mehr ausländische Studenten

Nach Angaben der regierungsgestützten Japan Student Services Organization gab es im Mai 2016 239.287 ausländische Studenten, das sind 14,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Die Anfragen von Unternehmen, die nach arbeitsbereiten Kräften suchen, steigen von Jahr zu Jahr, so ein NODE Angestellter.

Interview-Versammlung für Menschen mit Behinderung

Mitte September fand ebenfalls eine Veranstaltung zur Unterstützung von Arbeitssuchenden mit Behinderung statt. Recruit Staffing Co arrangierte eine Interview-Versammlung zur Anstellung von Menschen mit Behinderung. 20 Firmen und 40 Arbeitssuchende zwischen 20 und 40 Jahren nahmen an der Sitzung in Tokyo teil.

Persönliches Gespräch informativer als Bewerbungsschreiben

Keisuke Tokoyo, Präsident der IT Firma Takes Co, meinte beispielsweise, dass man die Informationen über Charakter und Eigenschaften der Person, die bei einem persönlichen Treffen gewonnen werden, nicht in Bewerbungsschreiben finden könne.

In Zukunft auch Interview-Versammlungen außerhalb Tokyos

Ein Mitarbeiter von LITALICO Inc, ein Dienstleister von Arbeits- und Bildungshilfe für Menschen mit Behinderung, gab bekannt, dass die Firma nicht nur in Tokyo, sondern auch in anderen Regionen solche Versammlungen halten werde. Das soll Unternehmen mit Menschen mit Behinderung verbinden. LITALICO Inc war Ko-Host der Interview-Versammlung.

Die Bemühungen dürfen zukünftig nicht abreißen

Die vermehrte Einstellung von Ausländern und Menschen mit Behinderung ist ein weiterer Schritt gegen die Diskriminierung dieser Bevölkerungsgruppen.
Im April letzten Jahres trat bereits ein Gesetz in Kraft, das die Benachteiligung von Menschen mit Behinderung verbietet, jedoch vielen Japanern unbekannt ist.
Auch was die Diskriminierung von Ausländern betrifft, wurde 2016 ein neues Gesetz erlassen, das die Hetze gegen Ausländer verbietet, jedoch nicht sanktioniert.
Es wird also immer mehr für diese beiden Minderheiten getan, doch es gibt noch viel, das verbessert werden kann.

 

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