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Japan kämpft mit Verschwendung von Schulessen

Kyoto geht mit guten Beispiel voran

Durch den Taifun hatten viele Schulen geschlossen, da durch fielen viele Schulessen aus, die weggeworfen werden mussten. Das kommt öfters vor, als man meinen mag und mittlerweile wird das System infrage gestellt.

Eine 30-jährige Leserin kontaktierte die Chugoku Shimbun, um ihre Frustration darüber zu äußern, dass das Schulessen weggeworfen wird, wenn die Schulen wegen starken Regens schließen.

Wenn eine Schule nicht öffnet, werden Lebensmittel weggeworfen

„Ich habe gehört, dass jedes Mal, wenn Grund- und Mittelschulen nach einer Warnung vor starkem Regen geschlossen werden, die für diesen Tag vorbereiteten Schulessen weggeworfen werden“, schrieb sie mit der Messaging-App Line an die Zeitung. „Es ist traurig zu hören, denn Lebensmittelabfälle sind zu einem Problem geworden.“

In Hiroshima wurden am 7. Juni wegen einer Warnung vor Starkregen die Schulen geschlossen. Das bereits produzierte Mittagessen für die 57.000 Schüler wurde weggeworfen. Doch der Regen hörte an diesem Tag gegen 9 Uhr morgens auf. Das hinterließ ein Gefühl der Verschwendung bei den Arbeitern, die das Essen zubereitet hatten.

Danach kam die Frage auf, ob die Produzenten der Mittagessen nicht wenigstens die Zubereitung des Reises hätten hinauszögern können.

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Der Bildungsausschuss der Stadt argumentierte, dass die Situation kompliziert ist. Sieben Firmen teilen sich die Aufträge für 205 öffentliche Grund- und Mittelschulen und brauchen Zeit um den Reis zu liefern, da jede Firma viele Schulen bedienen muss. Aus diesem Grund muss der Reis bereits bei Tagesanbruch vorbereitet werden.

In der Zwischenzeit entscheiden die meisten Grundschulen individuell, ob sie den Unterricht absagen. Sie haben dafür Zeit bis 7 Uhr morgens. Bei Mittelschulen kann die Absage bis 10 Uhr morgens kommen.

„Wenn man Lebensmittelverschwendung vermeiden will, ist es an dieser Stelle notwendig, das Schulessen am Vortag abzusagen. Allerdings haben die Schulen dann noch nicht entschieden, ob sie geschlossen bleiben“, so Takaharu Fujikawa, Leiter der Gesundheits- und Bildungsabteilung des Bildungsausschusses, der für die Logistik des Schulmittags zuständig ist.

„Wenn sich das Wetter jedoch verbessert und die Schulen nicht abgesagt werden, wäre es für viele Eltern ärgerlich, wenn ihnen plötzlich gesagt werden würde, dass sie für ihre Kinder das Mittagessen vorbereiten müssen. In Anbetracht dessen war es uns nicht möglich, das Schulessen bereits am Vortag abzusagen.“

Auch die Unternehmen sind mit der Verschwendung unzufrieden

„Es ist traurig, Reis zu kochen, weil man denkt, dass er weggeworfen werden kann“, sagte Masaharu Nishimura, Präsident der Omei Bakery, die Mittagessen für 18 Schulen auf der Asaminami-Station der Stadt kocht. „Ich bin seit Jahrzehnten damit beschäftigt.“

Am 7. Juni warf das Unternehmen 621 Kilogramm Reis oder 8.834 Portionen ungern weg. Die Mitarbeiter des Unternehmens beginnen in der Regel um 3 Uhr morgens mit dem Waschen von Reis.

„Wir könnten das Waschen von Reis bis zur letzten Minute verschieben, wenn das Wetter schlecht aussieht. Wenn sich die Schulen bis 6 Uhr morgens mit uns in Verbindung setzen, um uns mitzuteilen, ob sie offen oder geschlossen sind, können wir sie aufnehmen, auch wenn der Reis fester als sonst ist. Ich frage mich, ob wir etwas dagegen tun können?“

Gemeinden nehmen sich dem Problem an

Einige große Gemeinden haben sich mit dem Problem befasst, wie Kasugai, Präfektur Aichi mit 310.000 Einwohnern. Der Bildungsausschuss der Stadt entscheidet gemeinsam, ob der Unterricht abgesagt wird oder nicht.

Hier ist die Frist zur Stonierung 4 Uhr Morgens, bevor die Firmen mit der Produktion beginnen.

Grund- und Hauptschulen in der Stadt Kyoto halten gefriergetrocknetes Gemüse und Instantreis, der leichter zu kochen ist, auf Lager. Die Stadt storniert das Schulessen, wenn sich ein Taifun nähert, und verwendet die vorrätigen Lebensmittel zum Mittagessen, wenn die Schulen geöffnet bleiben.

Die Stadt begann damit im Geschäftsjahr 2006, nachdem Lebensmittel im Wert von 10 Millionen Yen weggeworfen wurden, als die Schulen wegen eines Taifuns geschlossen wurden.

Es kann schwierig sein, das derzeitige System sofort zu ändern, wenn Auftragnehmer eine große Menge Reis kochen und Zutaten vorher gekauft werden. Aber den Schülern beizubringen, den Produzenten dankbar zu sein und die Verschwendung zu reduzieren, während gleichzeitig die Schulen leicht Essen wegwerfen, ist kein gutes Beispiel.

Quelle: TJT, MA, Yahoo

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