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Japan: Kinderpornographie noch immer frei zugänglich

Laut Menschenrechtsgruppen ist Kinderpornographie in Japan, trotz überholter Gesetze, nach wie vor zugänglich.

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Als letzte von sieben Nationen folgte Japan, auf Drängen von Aktivisten, dem Beispiel vieler anderer Länder und kriminalisierte den Besitz von Kinderpornographie. Tatsächlich war es bis letzten Jahres und dem Inkrafttreten der neuen Gesetze offiziell legal, sexuell motiviertes Material von Minderjährigen zu besitzen.

Wie Montag allerdings durch einen Bericht der in Tokyo ansässigen Menschenrechtsgruppe ,,Human Rights Now“ bekannt wurde, ist der Erwerb von Kinderpornographie nach wie vor ohne Weiteres möglich. Grund dafür sei unter anderem, dass die Polizei nur selten Razzien durchführe und die Produzenten solcher Filme behaupten, keine Möglichkeit zu haben um das Alter ihrer Darsteller mit Sicherheit nachprüfen zu können.

Menschenrechtsorganisationen fordern die Polizei, die bislang noch kein Kommentar abgegeben hat, dazu auf die Bekämpfung von Kinderpornographie als oberste Priorität zu setzen.

Auch die Regierung selbst wird in dem Report angesprochen. Es wird eine Null-Toleranz-Politik gefordert, denn nach wie vor gibt es Grauzonen die den Kauf von kinderpornographischen Material, online und im Laden, möglich und vor allem legal machen. Beispielsweise fallen Zeichnungen, nicht zwangsläufig unter die neuen Gesetze. Genauso wenig digital erstellte Bilder.

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Die UN-Abgesandte Maud de Boer-Buquicchio kritisierte die lasche Gesetzgebung Japans im Oktober letzten Jahres und fordert die Verbannung von kommerzieller Ausbeutung der Minderjährigen zu pornographischen Zwecken.

Bislang droht für den Besitz von Kinderpornographie eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe bis zu einer Millionen Yen. Verkäufer müssen bis zu drei Jahre ins Gefängnis oder einen Betrag von drei Millionen Yen Strafe zahlen.

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