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Es soll ausreichend Impfstoff geben

Japan lässt nun doch Schweine gegen die Schweinepest impfen

Seit mehr als einem Jahr kämpfen japanische Schweinezüchter mit der Schweinepest. Nachdem sich die Krankheit weiter ausbreitet, entschloss sich die Regierung nun doch dazu, die Tier impfen zu lassen. Sie kommen damit endlich der Forderung von vielen Bauern nach.

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Der japanische Farmerminister Taku Eto gab die Entscheidung zum Impfen offiziell am Freitag bekannt und versprach, so viele Impfungen wie möglich zu sichern. Zuvor weigerte sich das Landwirtschaftsministerium die Maßnahmen durchzuführen, aus Angst vor negativen Auswirkungen auf den Schweinefleischexport. Da jedoch mittlerweile mehr als 130.000 Schweine tot sind, sieht das Ministerium keinen anderen Ausweg mehr.

Unternehmen sollen mehr Impfstoff produzieren

Damit die Epidemie möglichst schnell eingegrenzt wird, rief das Ministerium bereits Pharmaunternehmen auf, ihre Produktion für den Impfstoff deutlich zu steigern. Der aktuelle Vorrat reicht zwar aus, um ungefähr eine Million Schweine zu impfen, es dauert jedoch bis sich die Krankheit eindämmen lässt und mehr Gebiete könnten Impfungen brauchen.

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Mit den aktuellen Impfungen kann Tokyo jedoch nicht mehr den Status als Land ohne klassische Schweinepest nach der World Organization for Animal Health halten. Das kann laut einigen Experten dazu führen, das sich der Schweineexport beeinträchtigt, da die Qualität des Fleisches nun nicht mehr so hochwertig sei. Allerdings setzte die Regierung schon beim Ausbruch letztes Jahr in Gifu den Status außer Kraft. Zuvor galt Japan ab 2007 als komplett schweinepestfrei.

Krankheit breitet sich weiter aus

Schweinepest ist dabei nur tödlich für Schweine. Menschen können sich nicht anstecken und selbst infiziertes Fleisch ist für den Verzehr komplett ungefährlich. Aktuell gibt es in den Präfekturen Gifu, Aichi, Mie, Fukui, Saitama und Nagano Fälle der Krankheit. Wenn sich nur ein Tier infiziert, müssen alle anderen Schweine auf einem Hof ebenfalls sterben, um eine Ausbreitung zu verhindern.

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Überträger sind laut Experten in den meisten Fällen Wildschweine aus der Region. Allerdings sind wohl auch Fliegen und Nagetiere ein großes Problem. Bauern hoffen jetzt jedoch, dass sich die Situation endlich bessert und sie ihre Tiere retten können. Die Diagnose Schweinepest bedeutet für die meisten Betriebe ebenfalls das Ende ihrer Existenz.

Kyodo

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