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Japan lehnt Copyright-Klage im Fall Goldfischtelefonzellen ab

Angeblich ähneln sich die Telefonzellen nicht ausreichend

Schon seit Monaten läuft der Rechtsstreit um als Aquarium umfunktionierte Telefonzellen mit Goldfischen in Japan. Nun schwang das Gericht endlich offiziell den Hammer und gab eine Entscheidung bekannt. Sie lehnten die Copyright-Klage des Künstlers ab und gaben so dem Kaufmannsverband aus Nara recht.

Der kuriose Fall begann schon im September, wo der Künstler Nobuki Yamamoto in Nara eine Schadensersatzklage wegen einer Urheberrechtsverletzung einreichte. Satte 27.030 Euro verlangte er von dem Verband, da sie 2014 zwei Telefonzellenaquarien in der Einkaufsstraße in Yamatokoriyama aufstellten. Ursprünglich stamme die Idee laut ihm von einem seiner Kunstwerke aus dem Jahre 2000.

Mehr zum Thema:  Künstler von Telefonzellenaquarium verklagt Händlervereinigung

Der Richter Hiroo Shimaoka stimmte zwar zu, dass sich die Telefonzellen in der Idee ähneln, in den Details jedoch nicht. Neben Kleinigkeiten seien die Farbe und die Dächer der Aquarien ganz anders. Die Entscheidung gefällt Yamamoto allerdings überhaupt nicht. Er will weiterhin, dass das Kunstwerk von ihm als Original anerkannt wird. Er ist sich sicher, dass die Telefonzellen gegen das Urheberrecht verletzen. Sie sind sich nämlich einfach zu ähnlich und benutzen dazu beide den Telefonhörer als Luftblasensystem.

Die Vereinigung sieht das jedoch anders und sagt, dass sie nicht gegen das Gesetz verstießen. Goldfische in eine Telefonzelle zu packen sei schließlich nur eine Idee und kein wirkliches Objekt. Dadurch fällt das Ganze laut ihnen nicht unter das Urheberrecht. Sie stellten die Telefonzellen auf, da die Stadt für seine Goldfische bekannt ist. Trotzdem war ihnen der Rechtsstreit eigentlich unerwünscht. Noch vor der Klage entfernten sie beide Telefonzellen. Genützt hat es nichts, vor Gericht standen sie nun Yamamoto trotzdem gegenüber.

Telefonzellen mit Goldfischen sorgt für Rechtsstreit
Links ist die Telefonzelle der Stadt zu sehen und Rechts die von Nobuki Yamamoto. Bild: Kyodo, Nobuki Yamamoto

Quelle: MS

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