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Impfstoff wird dringend benötigt

Japan liefert Taiwan 1,24 Millionen Dosen Coronaimpfstoff

Auch wenn Japan zurzeit selbst noch mit den Coronaimpfungen kämpft, haben sie andere Länder nicht vergessen. Die japanische Regierung schickte so am Freitag Taiwan eine große Lieferung an Impfstoff.

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Am Freitag verließ ein Flugzeug Japan mit 1,24 Millionen Dosen AstraZeneca Impfstoff, um sie nach Taiwan zu bringen. Sie sind eine Spende von Japan über die Taiwan-Japan Relations Association. Das Land hat zurzeit große Probleme an Impfstoff zu kommen.

Taiwan kämpft mit der Beschaffung von Impfstoff

Taiwan hat Verträge für 10 Millionen Dosen AstraZeneca, 5,05 Millionen Dosen Moderna und 4,76 Dosen an weiteren Impfstoff über das Programm der UN abgeschlossen, das mittelständige und arme Länder beim Impfstoff hilft.

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Während sie gleichzeitig an ihren eigenen Impfstoff arbeiteten, der zur Hälfte fertig ist, erhielten sie wegen der globalen Knappheit bisher nur 700.000 Dosen AstraZeneca.

China selbst soll wohl die Lieferung von dem Impfstoff von Pfizer blockieren, die fast bestätigt ist. Den chinesischen Impfstoff lehnt man ab, da chinesische medizinische Produkte verboten sind. Da Impfstoff jedoch dringend benötigt wird, hat die Nation international um Hilfe gebeten.

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Der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi erklärte am Freitag, dass sie auf Anfrage von Taiwan reagierten und dass die Spende ein Zeichen der Freundschaft mit dem Land ist. Die Regierung hat Japan unter anderen nach dem großen Erdbeben 2011 geholfen.

China lehnt die Spende ab

Auch Taiwans Präsident Tsai Ing-wen sah das so und sagte, dass die Freundschaft auf gemeinsamen Werten sowie gegenseitiger Hilfe basiert. Japan sicherte bereits zu, dass sie weitere Lieferungen anbieten werden, wobei sie eine Gesamtmenge noch nicht festgelegt haben.

Japan hat für seine Bürger aktuell 120 Millionen Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs gesichert. Bisher werden sie aber nicht genutzt, da es Bedenken wegen seltener Blutgerinnsel gibt, die bereits in anderen Ländern gemeldet wurden.

Während Taiwan sehr dankbar für Japans Hilfe ist, droht nun Ärger aus Peking, die mit der Lieferung überhaupt nicht einverstanden sind. Bereits am 31. März sagte das chinesische Außenministerium, dass sie Japans Einmischung in die inneren Angelegenheiten von China ablehnen.

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Die Lieferung bezeichnen sie dabei als eine politische Show. China sieht die Nation als ihr Territorium an und nennt sie oft eine abtrünnige Provinz, während die Bevölkerung sich als souveränen Staat der Republik China sieht, die von Festlandchina abgespalten ist.

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