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Touristen müssen weiter draußen bleiben

Japan lockert seine Einreisebeschränkungen

Die japanische Regierung kündigte am Mittwoch an, dass sie die Einreisebeschränkungen teilweise lockern wird.

Studenten und Geschäftsleute mit gültigen Rechtsstatus sollen so schrittweise wieder nach Japan einreisen dürfen.

Einreisebeschränkungen für Touristen bleiben bestehen

Die Lockerung betrifft rund 200.000 Ausländer, die nach Japan einreisen dürfen. Darunter 103.000 dauerhafte Einwohner, inklusive Ehepartner.

Durch die Lockerung der Einreisebeschränkungen dürfen allerdings auch rund 80.000 Arbeitskräfte und Studenten wieder nach Japan. Davon stammen rund 42 Prozent aus China, 11 Prozent aus Vietnam und rund 3 Prozent aus den USA.

Mehr zum Thema:  Japans Einreiseverbot ist ein großes Problem für ausländische Einwohner

Ein Regierungssprecher sagte, dass die Berechtigten unabhängig von ihrer Nationalität oder ihrem Visastatus nach Japan zurückkehren können. Bei der Einreise nach Japan müssen sie den Nachweis erbringen, dass sie einen Virustest bestanden haben, bevor sie ihr Herkunftsland verlassen.

Einen genauen Termin für die Lockerungen nannte die japanische Regierung allerdings nicht. Es wird aber davon ausgegangen, dass sie im August in Kraft treten werden.

Weitere Lockerungen zu den Olympischen Spielen im nächsten Jahr

Bei der Sitzung der Coronavirus-Taskforce der Regierung am Donnerstagabend sagte Premierminister Shinzo Abe, dass Japan im Vorfeld der Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokyo im nächsten Jahr einen separaten Einreiserahmen für Athleten erwägen und die Einreisebeschränkungen für Geschäftsreisende aus 12 asiatischen Ländern lockern werde.

Diese Länder sind Kambodscha, Singapur, Südkorea, China, Hongkong, Macao, Brunei, Malaysia, Myanmar, die Mongolei, Laos und Taiwan. Die Reisenden müssen sich 14 Tage lang selbst unter Quarantäne stellen, einen Virustest bestehen und die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel vermeiden. Die Regierung wird einen ähnlichen Rahmen auch für Geschäftsreisende außerhalb dieser 12 Länder in Erwägung ziehen.

„Es ist wichtig, den internationalen Personenverkehr allmählich wieder aufzunehmen“, sagte Abe.

Entscheidung soll Kritikern entgegenkommen

Die Entscheidung wurde getroffen, um der Kritik entgegen zu kommen, dass Japans strenge Grenzkontrollen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus das Land für ausländische Unternehmen weniger attraktiv machen.

Wirtschaftsverbände haben die Regierung aufgefordert, die Einreisebeschränkungen für Ausländer zu ändern.

Japan ist das einzige Land in der Gruppe der Sieben Nationen, das derart strenge Verbote für nicht einheimische ständige und langfristig ansässige Personen verlassen hat.

Bis Donnerstag hatte Japan ausländischen Reisenden aus 146 Ländern die Einreise verboten, selbst wenn sie dauerhaft oder langfristig aufenthaltsberechtigt sind. Das Außenministerium fügte diese Woche 17 Länder zu dem Einreiseverbot hinzu, darunter Venezuela, Somalia und Palästina, nachdem bereits die Reisewarnung erhöht wurden.

Das Einreiseverbot werde mindestens bis Ende August in Kraft bleiben, sagte Abe.

Hinweis:

Für Informationen zur aktuellen Situation sollte man die Webseite der japanischen Botschaft in Berlin aufrufen und die Reise- & Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Japan lesen. Auch auf der Webseite der deutschen Auslandsvertretung findet man aktuelle Informationen.

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