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Nutzerzahlen sind enorm gestiegen

Japan meldet Rekordschaden durch illegale Mangawebseiten

Anfang des Jahres hat die japanische Regierung Manga-Piraten-Seiten den Kampf angesagt. Bisher hat die erweiterte Gesetzeslage noch nicht viel gebracht. Dieses Jahr soll nämlich durch die illegalen Seiten ein neuer Rekordschaden für die Industrie entstanden sein.

Die Authorized Books of Japan (ABJ) gab an, dass im November der Verlust durch illegale Mangawebseiten den schlimmsten Wert bisher erreichte. Die Organisation selbst setzt sich für die Bekämpfung von derartigen Seiten und Online-Raubkopien von Manga ein.

Mangawebseiten richten Schaden in Millionenhöhe an

Auf den fünf meistbesuchten Raubkopieseiten gab im Januar um die 48 Millionen Besucher. Im August stieg die Zahl auf 110 Millionen Aufrufe an, was bereits eine enorme Zahl ist. Im November wurde nun der Rekordwert von 140 Millionen Besuchern verzeichnet. Es ist gut möglich, dass der Wert für Dezember das noch einmal übertrifft.

Mehr zum Thema:  Mutmaßlicher Betreiber der illegalen Piraterie-Seite Manga-Mura festgenommen

Die aktuelle Lage ist damit so schlecht wie schon lange nicht mehr. Allgemein nimmt wohl die Zahl der räuberischen Webseiten zu, was ein großes Problem für japanische Verlage und ihre Künstler ist. ABJ gibt an, dass der Gesamtschaden durch die Seiten ebenfalls dieses Jahr stark gestiegen ist.

Nach den Schätzungen der Organisation verursachten die fünf beliebtesten Webseite alleine im November einen Schaden von etwa 275 Millionen Euro. Das ist bisher die höchste Summe seit Aufzeichnungsbeginn. Gleichzeitig ist es neunmal so viel, wie der geschätzte Wert von Januar.

Fans sollen bitte nicht illegal lesen

Berechnet wurden die Zahlen mit der Zahl der Nutzer und wie lange sie in etwa die Seite genutzt haben. Es besteht dabei die Möglichkeit, dass die Zahlen dieses Jahr aufgrund der Pandemie so hoch sind. Viele Menschen sind über lange Zeit zu Hause geblieben und hatten aber gleichzeitig nicht unbedingt das Geld sich Manga zu kaufen.

Eine Entschuldigung ist das natürlich nicht. Ein ABJ Beamter gab an, dass die Urheberrechtsverletzungen durch die illegalen Mangawebseiten zugenommen haben. Gleichzeitig ist es jedoch schwierig zu stoppen, weil die Administratoren nur schwer zu identifizieren sind.

Einer der größten Namen ist die Seite Manga-Mura, die 2018 zu einem ernsthaften Problem wurde und von den Behörden eingestellt wurde. Zu Höchstzeiten hatte sie 50.000 Magazine und Manga zur Verfügung, für die sie keine Rechte hatten. Gerade weil es so schwer ist die Seiten zu stoppen bittet ABJ die Menschen darum keine Raubkopien zu lesen, um die Manga Kultur zur wahren.

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